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US-Behörden erlauben selbstfahrende Nuro-R2-Vans

US-Behörden erlauben selbstfahrende Nuro-R2-Vans Kompakter und selbstfahrender-Lieferant der Nuro R2. (Bild: Nuro)
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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Der selbstfahrende Zustell-Van “R2” des kalifornischen Start-ups Nuro hat eine regulatorische Ausnahmegenehmigung vom US-Verkehrsministerium und der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) erhalten.

Das akkubetriebene Fahrzeug darf somit trotz fehlender Windschutzscheibe und Rückspiegel auf US-Straßen herumkurven. Laut dem Unternehmen ist es das erste selbstfahrende Fahrzeug mit entsprechender Ausnahmegenehmigung, was Nuro als Meilenstein für die Branche sieht.

Kein echtes Auto
Zu einem Auto gehören Dinge wie Lenkrad, Gas- und Bremspedal, eine Windschutzscheibe und Rückspiegel. Nuros kompakter Elektro-Van R2 hat aber keines der genannten Dinge, dafür aber zwei Klappen, die nach oben aufgehen, um zugestellte Ware freizugeben.

Kompakter und selbstfahrender-Lieferant der Nuro R2. (Bild: Nuro)

Kompakter und selbstfahrender-Lieferant der Nuro R2. (Bild: Nuro)

Er ähnelt also eher einem “rollenden robotischen Toaster” als einem Auto, urteilt daher “Forbes”. Das Problem: Ohne bestimmte der Sicherheit dienenden Komponenten gibt es in den USA keine Straßenzulassung – ein Hindernis für derartige selbstfahrende Fahrzeuge, die gar nicht für den Personentransport bestimmt sind.

“Da es sich um ein langsames, selbstfahrendes Zustellfahrzeug handelt, machen bestimmte Dinge, die das Ministerium traditionell verlangt – wie Rückspiegel und Windschutzscheibe für Fahrzeuge ohne Fahrer – keinen Sinn”, sagt nun US-Verkehrsministerin Elaine Chao.

Die erteilte NHTSA-Ausnahmegenehmigung erlaubt Nuro nun tatsächlich den Verzicht auf diese bei reinen Robo-Fahrzeugen unnützen Komponenten. Zudem gestattet sie, dass eine heckseitige Rückfahrkamera während der Fahrt in Betrieb bleibt, da dies bei einem selbstfahrenden Fahrzeug sogar von Nutzen sein kann.

Start in Texas
Über die nächsten zwei Jahre darf Nuro 5.000 R2-Vans auf die Straßen bringen, was wirklich ausgiebige Praxistests mit kommerziellen Partnern erlaubt. Zunächst werden diese in Houston starten, wo laut “CNN” in einer ersten Phase Stadtteile mit 160.000 Einwohnern bedient werden sollen. Demnach soll es in der texanischen Stadt bald Pizza-Zustellung für Domino’s und im Laufe des Jahres Lebensmittelzustellung für Walmart geben.

Das wird wertvolle Daten dazu liefern, wie sich solch relativ langsame – der R2 schafft maximal 40 Kilometer pro Stunde – selbstfahrende Fahrzeuge im Alltag bewähren. Damit will Nuro nicht zuletzt dazu beitragen, die legislativen Rahmenbedingungen für autonome Fahrzeuge weiterzuentwickeln. Für das junge Unternehmen und die gesamte Branche wäre es von Vorteil, wenn Straßenzulassungen auch ohne langwierige Ausnahmeverfahren möglich werden.

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