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Automatisierung trifft vor allem kleine Städte

Automatisierung trifft vor allem kleine Städte Automatisierung: MIT-Studie sieht parallelen in Europa und China. (Foto: Kuka)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Durch digitalisierte Arbeitsprozesse und Automatisierungstechnik könnten im Laufe der nächsten Jahre zahlreiche Jobs wegfallen. Am stärksten wird diese Entwicklung kleinere Städte treffen. Diese weisen einen höheren Anteil von Jobs auf, die dann von Maschinen erledigt werden könnten, als Großstädte. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (kurz MIT) in einer Studie, die sich zwar in erster Linie auf die aktuelle Arbeitsmarktlage in den USA bezieht, aber bis auf wenige Ausnahmen auch in Europa oder China ähnliche Trends zu Jobverlusten vorhersagt.

Die zwei Seiten der Medaille

“Wir wollen keine Panikmacher sein. Wir sollten keine Angst davor haben, dass die Automatisierung zu einer massiven Arbeitslosigkeit führt. Aber es kann trotzdem eine Art Schock für einige sein”, zitiert der “NewScientist” Iyad Rahwan, Accociate Professor of Media Arts and Sciences am MIT Media Lab.

Gemeinsam mit seinem Team habe er sich genau angeschaut, welche Effekte der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz und von Robotern auf den Arbeitsmarkt haben kann.

“Das Ergebnis zeigt, dass für Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern eine größere Gefahr besteht, Jobverluste hinnehmen zu müssen”, so Rahwan.

Beispiele & Ausnahmen
Um ihre These zu untermauern, haben die MIT-Forscher ihre Analyseergebnisse anhand konkreter Beispiele ausgeführt. So sollen etwa die Städte an der US-Ostküste tendenziell besser vor Jobverlusten geschützt sein.

“In Washington DC findet man viele regierungsbezogene Jobs, die sich nur schwer automatisieren lassen. Auch New York verfügt mit seinen 8,5 Mio. Einwohnern über viele solcher Stellen für Spezialisten”, argumentiert Rahwan.

Im kalifornischen Madera County – einer ländlicheren Gegend mit nur 60.000 Einwohnern, in der vor allem Wein angebaut wird, würden hingegen die meisten der landwirtschaftlichen Jobs wegfallen. Natürlich gebe es auch Ausnahmen, merken die Wissenschaftler zu ihrer Untersuchung an. Zum Beispiel sei Las Vegas eine größere Stadt mit knapp 600.000 Einwohnern. Die Wirtschaft vor Ort sei aber sehr stark von der Glücksspielindustrie abhängig, und diese werde wiederum mit hoher Wahrscheinlichkeit bald zunehmend automatisiert.

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