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Geeky Wearables wollen Beziehungskrisen verhindern

Geeky Wearables wollen Beziehungskrisen verhindern Das System nutzt diverse Daten, um Konfliktsituationen zu erkennen. (Foto: Wikipedia)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Schon in naher Zukunft könnte Wearable-Technologie helfen, gröbere Beziehungskonflikte zu verhindern. Davon geht ein Team aus Technikern und Psychologen der University of Southern California (USC) aus. Denn die Forscher haben ein System entwickelt, das verschiedene Daten von Körpertemperatur bis hin zur Intensität von Gesprochenem misst und daraus den Gefühlszustand von Personen abschätzt – und so Konfliktsituationen erkennt.

Konflikterkennung
Wenn ein mieser Tag in der Arbeit üble Laune gemacht hat, könnten automatisierte Nachrichten den Partner vorwarnen und den Betroffenen selbst zu einer kurzen, beruhigenden Meditation anhalten – das ist eine Idee, wie technische Systeme in Zukunft helfen, unnötigen Konflikten in einer Beziehung vorzubeugen. Einen Grundstein dafür hat das USC-Team mit seinem System geschaffen, das Daten von Quellen wie Wearables oder Smartphones nutzt und per Algorithmus abschätzt, wie es um den Gefühlszustand eines Paares bestellt ist.

Datennutzung
Die genutzten Daten umfassen unter anderem Körpertemperatur, Herzaktivität, Schweißproduktion sowie die Bewertung von Sprachintensität sowie den Inhalten des Gesagten. Einer Studie des Temas zufolge schafft es der Algorithmus so mit bis zu 86-prozentiger Genauigkeit jene Konfliktphasen zu erkennen, die Versuchsteilnehmer anhand ihrer Selbstbeobachtung gemeldet haben. Diese Erkennung ist freilich nur ein erster Schritt für das “USC Couple Mobile Sensing Project” auf dem Weg zum “langfristigen Ziel, Interventionen zu entwickeln, die das Funktionieren von Paaren verbessern”.

Vorwarnung
Statt einfach zu beurteilen, ob ein Konflikt besteht, will es das Team als nächsten Schritt schaffen, mithilfe unaufdringlicher Technologien mögliche Spannungen vorauszuahnen – vielleicht fünf Minuten im Voraus, indem Software die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts bewertet.

Das allein würde wenig helfen. Denn es bedarf auch sinnvoller psychologischer Ansätze, wie das System beispielsweise mithilfe von SMS-Warnung oder kleinen Selbsthilfetipps dazu beitragen kann, eine Eskalation von Konflikten in der Beziehung zu verhindern. Hierfür gibt es jedoch keinen Königsweg, die jedem Paar hilft. Andererseits könnte der Ansatz langfristig auf andere Beziehungen wie die zwischen Eltern und Kindern übertragbar sein.

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