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ARM stellt Multicore-Architektur DynamIQ vor

ARM stellt Multicore-Architektur DynamIQ vor Ein Chip der verschiedene Anwendungen unterstützt. (Foto: ARM)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Der Chip-Hersteller ARM hat mit “DynamIQ” eine neue Architektur für Multicore-Chips vorgestellt. Sie verspricht eine flexiblere Ressourcenbereitstellung und eine bessere Unterstützung von KI-Systemen in Autos, Smartphones, Heimsystemen und anderen Geräten. Das soll den Anforderungen der Industrie für die nächsten Jahre genügen. Laut ARM dürften bis 2021 rund 100 Mrd. Chips mit ARM-Architektur ausgeliefert werden.

Flexibilität
“Die DynamIQ-Technologie ist eine monumentale Veränderung in der Multicore-Mikroarchitektur für die Industrie und die Basis für künftige ARM-Cortex-A-Prozessoren”, schreibt Nandan Nayampally im Unternehmensblog.

Der Chip unterstützt dank seines Aufbaus verschiedene  Anwendungen. (Foto: ARM)

Der Chip unterstützt dank seines Aufbaus verschiedene Anwendungen. (Foto: ARM)

Es handle sich um eine Weiterentwicklung der 2011 vorgestellten “big.LITTLE”-Technologie. Im Prinzip geht es darum, für verschiedene Anwendungen möglichst effizient die nötigen Ressourcen bereitzustellen. Dazu setzt DynamIQ auf Multicore-Konfigurationen von bis zu acht Rechenkernen mit unterschiedlichen Performance- und Energieverbrauchs-Charakteristiken.

Neuer Aufbau
Diese Art von Aufbau ermöglicht beispielsweise, dass Smartphones bei Bedarf 4K-Videos verarbeiten können, über Nacht aber kaum Strom verbrauchen, da lediglich sehr energieeffiziente Kerne nötige Hintergrund-Prozesse ausführen. Cortex-A-Chips mit DynamIQ sollen speziell KI-Anwendungen, beispielsweise in Autos oder diversen autonomen Systemen, besser unterstützen. ARM zufolge sollen Optimierungen innerhalb von drei bis fünf Jahren bis zu 50 Mal mehr Leistung ermöglichen als aktuelle Cortex-A73-basierte Chips. Die Ansprechzeit zwischen CPU und Beschleuniger-Hardware auf einem Chip werde bis zu zehn Mal schneller, was die Performance weiter verbessert.

Anwendungsvielfalt
“ARM ist in einer einzigartigen Position, Rechenlösungen wie KI zu transformieren und zu beschleunigen, wo immer Berechnungen passieren, da es die einzige gemeinsame Architektur von Sensor bis Server ist”, so Nandan Nayampally.

Nach 50 Mio. ausgelieferten Chips mit ARM-Architektur von 2013 bis 2017, soll DynamIQ die Architektur für doppelt so viele Chips in den folgenden vier Jahren sein. Immerhin kommt die Architektur bei den Chips diverser Hersteller wie Qualcomm, Nvidia, Samsung oder Apple zum Einsatz. Selbst der x86-Chipriese Intel hat im August 2016 angekündigt, künftig ARM-Prozessoren für Smartphones zu fertigen.

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