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Tablet für Blinde stellt Brailleschrift da

Tablet für Blinde stellt Brailleschrift da Braille-Tablet: Eine ganze Seite inklusive aller Grafiken wird auf einmal dargestellt (Foto: umich.edu)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Screenreader und Diktier-Software haben die technologischen Möglichkeiten für Blinde und Sehbehinderte in den vergangenen Jahren bereits enorm gesteigert. Trotzdem war es bisher für diese Personen unvorstellbar, Texte und Grafiken direkt vom Display ihrer Geräte abzulesen. Diese Lücke wird nun von einem Forscherteam der University of Michigan geschlossen: Es hat ein Tablet entwickelt, das direkt auf dem Display mikrofluidische Bläschen produziert, die die Braille-Schrift nachbilden.

Braille-Tablet: Eine ganze Seite inklusive aller Grafiken wird auf einmal dargestellt (Foto: umich.edu)

Braille-Tablet: Eine ganze Seite inklusive aller Grafiken wird auf einmal dargestellt (Foto: umich.edu)

Einfach zu handhaben
Die Bläschen sind mit einer Flüssigkeit oder Luft gefüllt und werden pneumatisch hochgedrückt, um einen Braille-Punkt zu symbolisieren, oder sie bleiben flach, wenn dieser gerade nicht benötigt wird. Der Einsatz von Pneumatik ist besonders deswegen günstig, weil das Gerät dadurch sehr klein und leicht bleibt. Herkömmliche Braille-Lesegeräte werden durch Motoren angetrieben und verbrauchen neben Platz auch viel Strom.

Eine weitere wichtige Verbesserung ist, dass auf dem Gerät eine ganze Textseite auf einmal angezeigt werden kann. Günstige Braille-Lesegeräte (ca. 3.000 bis 5.000 US-Dollar) zeigen nur eine Zeile auf einmal an. Solche, die die Übersetzung einer gesamten Seite liefern, kosten hingegen 55.000 US-Dollar – und können im Gegensatz zum Braille-Tablet nicht einmal Grafiken oder Tabellen anzeigen. Die Forscher der University of Michigan können sich vorstellen, ihr Tablet für nur 1.000 US-Dollar zu produzieren.

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