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Gesichtserkennung erobert Smartphones

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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Forscher an der University of Manchester haben eine Software entwickelt, die eine Echtzeit-Gesichtsverfolgung auf Smartphones ermöglicht. “Ein Handy mit Front-Kamera nimmt ein Video des Gesichts auf und verfolgt 22 Merkmale. Das kann eine genauere Gesichtserkennung ermöglichen und hat großes Potenzial, neue Arten der Interaktion mit dem Handy zu ermöglichen”, sagt Projektleiter Phil Tresarden.

Genaue Gesichtsfelderkennung am Smartphone (Foto: University of Manchester)

Genaue Gesichtsfelderkennung am Smartphone (Foto: University of Manchester)

Das Team in Manchester hat seine Software auf einem Nokia-N900-Gerät demonstriert. Die Arbeit ist teil des EU-Projekts “Mobile Biometry” (MOBIO) , dass Gesichtserkennung auf Smartphones allgemein vorantreibt. So hat mit dem schweizerischen Idiap Research Institute ein Projektpartner auch eine etwas einfachere Lösung für das iPhone 4 umgesetzt.

Die Software aus Manchester verspricht eine noch nie dagewesene Leistungsfähigkeit. “Existierende mobile Face-Tracker liefern nur die ungefähre Größe und Position des Gesichts”, so Tresarden. Das neue System dagegen läuft in Echtzeit und kann dabei laut Forschern beispielsweise Augen, Mund, Nase und Kieferlinie stets genau erfassen. Was die Anwendungen betrifft, geht es im Rahmen von MOBIO speziell um die biometrische Sicherung von Smartphones und darauf genutzten Diensten.

Denkbar ist beispielsweise, Mobile-Banking-Apps mittels Gesichtserkennung zu schützen oder den Zugriff auf soziale Netzwerke an das Antlitz des Nutzers zu koppeln. Freilich ist eine schnelle Gesichtsverfolgung auch für andere Anwendungen interessant. So wäre es möglich, in Augmented-Reality-Games virtuelle Objekte am Konterfei des Users auszurichten. Sofern das Team eine entsprechende Projektfinanzierung erhält, will man sich mit derartigen AR-Apps beschäftigen, heißt es gegenüber moobilux.

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