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WhatsApp: Neue Bedingungen zwingen zum Teilen

WhatsApp: Neue Bedingungen zwingen zum Teilen #WhatsApp: Neue Nutzungsbedingungen zwingen de facto zum Teilen. (Bild: Thomas Ulrich/Pixabay)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Alle, die weiterhin die Messenger-App WhatsApp nutzen möchten, müssen den – aktualisierten allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Facebook „Nutzungsbedingungen“ genannt, zustimmen. Die Nutzer haben bis zum 8. Februar 2021 Zeit, diesen neuen Bedingungen zu zustimmen. Wer bis dahin nicht zugestimmt hat, kann WhatsApp ab dem 8. Februar 2021 nicht mehr nutzen. Dieser Hinweis taucht seit heute bei der Nutzung von WhatsApp auf. Das entsprechende Update für WhatsApp wird seit gestern über die verschiedenen App-Stores verteilt. Es ist ratsam, sich die aktualisierten Nutzungsbedingungen durchlesen!

WhatsApp: Neue AGB zwingen zum Teilen. (Bild: Screenshot)

WhatsApp: Neue AGB zwingen zum Teilen. (Bild: Screenshot)

Datentausch
Mit der Zustimmung zu den neun WhatsApp-Nutzungsbedingungen geben die Nutzer Facebook weitgehende Rechte, die Daten aus Messenger-App zu verarbeiten und diese mit seinen anderen Diensten wie z. B. Facebook, Instagram auszutauschen.

WhatsApp Übernahme
Facebook hatte WhatsApp 2014 übernommen, aber versprochen, dass es keine Daten mit dem Messenger Dienst ausgetauschten wolle. An dieses Versprechen fühlt sich der Social-Media-Gigant jetzt jedoch nicht mehr gebunden und möchte die drei Dienste Instagram, Facebook und WhatsApp zu einem Dienste vereinen.

Die Entscheidung
Jeder Nutzer, dem diese Entwicklung des Zwanges zum Teilen nicht gefällt, muss sich von WhatsApp trennen! Zum Glück gibt es mehre, teils auch bessere Alternativen zu WhatsApp am Markt, die wir hier kurz aufführen wollen:

  • Signal
    Der Instant-Messaging-Dienst Signal verspricht Datenschutz, eine zuverlässige Verschlüsselung, dadurch eine echte Privatsphäre. Der Signal Messenger wird unter anderem von unabhängigen Kryptografie-Experten und dem Whistleblower Edward Snowden wegen seiner Datensicherheit als bester Instant-Messenger empfohlen.
  • Threema
    Threema ist ebenfalls ein freier Ende-zu-Ende-verschlüsselter Instant-Messaging-Dienst aus der Schweiz. Die Software ist auf Datenschutz und Datenvermeidung ausgelegt und erfordert im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten für die Nutzung weder eine Telefonnummer noch sonstige, personenbezogenen Angaben.
  • Wire
    Wire ist ein Instant-Messaging-Dienst, der ursprünglich ebenfalls auf der Schweiz stammt, jedoch im November 2019 seinen Hauptsitz in die USA verlegt hat. Für die private Nutzung ist der Messenger Wire kostenfrei. Sein Geld will der Messenger-Dienst Wire als das „WhatsApp“ für Regierungen verdienen. Ob der Umzug von der Schweiz in die USA diesem Ziel dienlich ist, bleibt fraglich.

Schwieriger hingegen könnte es jedoch werden, sein soziales Umfeld von einem anderen Messenger als WhatsApp zu überzeugen. Hier könnte es vor allem im WhatsApp-Land Deutschland Probleme geben, alle Bekannten und Freunde auf einer neuen Messenger-Plattform zu vereinen.

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