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Gadgets & Technik, Tests

Die Arlo Pro 3 und Pro 3 Flutlichtkamera im Test

Die Arlo Pro 3 und Pro 3 Flutlichtkamera im Test Die Arlo Pro 3 und Pro 3 Flutlichtkamera im Test. (Bild: moobilux.com)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Vor einigen Jahren haben wir an dieser Stelle die Netgear Arlo Pro 2 getestet. Nun etwas mehr als drei Jahre später, wollen wir uns die Arlo Pro 3 und die Arlo Pro 3 Flutlicht Kamera etwas näher anschauen. Zunächst einmal fällt auf, dass der Name Netgear komplett von den Produkten verschwunden ist. Das liegt daran, dass Netgear, „Arlo“ zu einem eigenständigen Unternehmen gemacht hat.

Wir haben für Euch die beiden neuen Geräte unter die Lupe genommen. Am auffälligsten ist das veränderte Design der Basis sowie das der eigentlichen Kamera, sowie der Wegfall der markanten Einbuchtung für die Magnethalterung auf der Rückseite der Kamera.

Stattdessen ist auf der Rückseite jetzt ein Futter für ein Schraubgewinde angebracht. Auch bei der Kameraauflösung hat man bei der Arlo Pro 3 einen Sprung von 1080p hin zu 2k gemacht. Bei der neu heraus gekommenden  Arlo Pro 3 Flutlichtkamera fällt vor allem das markante Design ins Auge. Das breite LED-Paneel und die lang gezogene Bauform erinnern ein wenig an die Silhouette eines Hammerhais.

Lieferumfang
Der Lieferumfang unserer beiden Testgeräte umfasst bei der Arlo Pro 3 neben der Basisstation, zwei Kameras, sowie alle nötigen Netzteile und Akkus sowie zwei Halterungen. Bei der Arlo Pro 3 Flutlichtkamera umfasst der Lieferumfang neben der Kamera ein Netzteil zum Laden des festverbauten Akkus und den benötigten Montageutensilien.

Inbetriebnahme
Wie schon von vorherigem Test gewohnt ist die dazugehörige App weitestgehend intuitiv aufgebaut. Nach dem Anschließen der Basisstation an das Netzwerkkabel und Stromnetz ließen sich die Kameras kinderleicht über die App zur Basis hinzufügen.
Wenn noch nicht vorhanden, ist zuvor eine Registrierung bei Arlo zur Nutzung des Kamerasystems zwingend notwendig. In unserem Fall nutzen wir unseren bereits bestehenden Arlo-Account von unserem letzten Test.

Die Besonderheit der Arlo Pro 3 Flutlichtkamera ist, abgesehen vom großen LED-Panel, dass sich diese Version auch ohne das Vorhandensein einer Basisstation direkt im vorhandenen WLAN betreiben lässt. Bei allen anderen Vorgängermodellen war immer das Vorhandensein einer Arlo-Basisstation zwingend notwendig. Laut dem Hersteller ist die „Pro 3 Flutlichtkamera“ auch kompatibel zu allen (vorherigen) Arlo-Basisstationen.

Montage
Die Montage und Positionierung der Kameras ist durch die kabellose Technik unkompliziert. Wenn gleich auch die von den Vorgängermodellen gewohnte Ausbuchtung auf der Rückseite der Arlo Pro 3 verschwunden ist, lässt diese sich weiterhin mittels Magnethalterung anbringen.

Arlo Pro 3 vs. Arlo Pro 2 (v. r. n. l., Bild: moobilux.com)

Arlo Pro 3 vs. Arlo Pro 2 (v. r. n. l., Bild: moobilux.com)

Bei der Arlo Pro 3 sind zwei verschiedene Wandhalterungen im Lieferumfang enthalten. Eine Halterung für die magnetische Befestigung und eine für das Anbringen via Schraubgewinde. Jedoch zeigt sich beim Einsatz, dass die Version mit dem Schraubgewinde nicht ganz so flexibel und komfortabel ist, wie die altbekannte Version mittels der magnetischen Halbkugel.

Denn hier lässt sich die Kamera kinderleicht variabel positionieren, ohne dass man eine Schraube lösen oder fixieren muss. So oder so sorgt diese Gelenkigkeit dafür, dass sich die Kamera in jedem beliebigen Winkel positionieren lässt. Das war es auch schon, das kabellose System der Überwachungskameras ist jetzt voll einsatzbereit. Das System lässt sich jederzeit um bis zu XX weitere Kameramodule erweitern.

Arlo Pro 3 vs. Pro 2
Die Arlo Pro 3 ist bekanntlich die weiterentwickelte Version der Arlo Pro 2. Die Pro 3 wurde in mehreren Bereichen verbessert. Ob diese Verbesserungen von Bedeutung sind oder nicht, ist eine andere Frage.

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Die wesentlichsten Unterschiede zwischen der Arlo Pro 2 und der Pro 3 betreffen die Kameraleistung. Die Arlo Pro 3 verfügt über eine 2K-HDR-Sensor, die mit 2.560 x 1440 Bildpunkten auflöst, was eine wesentliche Verbesserung gegenüber der HD-Qualität mit 1080p der Pro 2 darstellt. Eine 4K-HDR-Auflösung sucht man jedoch auch bei der Arlo Pro 3 vergebens, diese Auflösung ist nur dem Model Arlo Ultra vorbehalten.

Betrug das Sichtfeld bei der Arlo Pro 2 noch 130 Grad, so wurde dieses bei der Pro 3 auf 160 Grad erweitert, so dass man von der gleichen Kameraposition eine größere Fläche im Blick behalten kann. Auch die Nachtsichtfunktion wurde verbessert. Während die Nachtsicht bei der Pro 2 noch monochromer Natur war, verfügen die Arlo Pro 3, dank des integrierten LED-Scheinwerfers über eine farbige Nachtsicht.

Arlo Pro 2, Pro 3 und Pro 3 Flutlicht-Kamera im Vergleich. (Bild: Arlo)

Arlo Pro 2, Pro 3 und Pro 3 Flutlicht-Kamera im Vergleich. (Bild: Arlo)

Preis & Verfügbarkeit

Abgesehen von den optischen und physischen Unterschieden unterscheiden sich diese zwei Generationen der Überwachungskameras auch stark im Anschaffungspreis. Unabhängig davon, für welches der Arlo-Pro3-Paket man sich entscheidet. Der Preis der Pro 3 ist deutlich höher als der Preis des Vorgängermodells. So kann der Preisunterschied je Set-Größe zwischen 180,- Euro (2er Set) und 500,- Euro (6er Set) liegen. Das ist ziemlich viel Geld!

Sowohl die Arlo Pro 3 als auch die Pro 2 bieten eine Version des Onlinespeichers an aber die Unterschiede in diesen Versionen sind ziemlich markant. Die Arlo Pro 2 bietet während der gesamten Lebensdauer des Systems sieben Tage lang kostenlosen Zugriff auf die online gespeicherten Aufzeichnungen. Im Gegensatz dazu bietet die Arlo Pro 3 nur eine dreimonatige kostenlose Testversion des Onlinespeichers an. Will man den Onlinespeicher weiter nutzen, muss man für das Abonnement je nach Anzahl der Kamers mindestens 2,80 Euro im Monat zahlen.

Fazit
Die Arlo Pro 3 ist eine gute Wahl für alle, die ein erstklassiges Sicherheitskamerasystem suchen. Auch die mit dem LED-Scheinwerfer verbesserte Nachtsichtfunktion in Farbe kann uns überzeugen. Allerdings reichen nach unserer Meinung die Verbesserungen der Kameraqualität nicht aus, um die erheblichen Mehrkosten bei der Hardware oder die Änderung bei dem kostenlosen Onlinespeichern auszugleichen. Denn wer sich eine qualitativ hochwertige, kabellose, Sicherheitskamera mit lokalem Speicher wünscht, kann mit der Arlo Pro 2 nicht wirklich etwas falsch machen.

Gleiches gilt auch für die Arlo Pro 3 Flutlichtkamera, es ist ein interessantes aber leider auch dauerhaft teures Gadget. Wer derzeit eine kabellose Outdoor-Überwachungskamera mit hellem Scheinwerfer sucht, findet hier mit der Pro 3 Flutlichtkamera das aktuell Beste, das einzige Markenprodukt am deutschen Markt. Diesen Umstand lässt sich Arlo jedoch auch gut bezahlen. Die Arlo Pro 3 Flutlichtkamera kostet derzeit rund 280,- Euro, zusätzlich kommen noch die monatlichen Kosten von knapp 3,- Euro für den Onlinespeicher hinzu.

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