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Test: Honor 10 ein Erfahrungsbericht

Test: Honor 10 ein Erfahrungsbericht Das neue Honor 10 (Bild: moobilux.com)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Seit der Vorstellung des Honor 10 am 15. Mai 2018 in London, sind nun kapp drei Monate ins Land gegangen, in dem ich das Smartphone täglich genutzt habe. Zuerst will ich hier mal einen kurzen Vergleich mit dem Huawei P20 machen, denn eins ist sicher, mit dem Honor 10 zieht sich Huawei mit ihrer Tochter Honor einen immer besser werdenden Konkurrenten im eigenen Haus heran.

Design & Hardware
Das Innenleben der beiden Smartphones erscheint auf den ersten Blick identisch. Doch auf den zweiten Blick zeigen sich kleine Unterschiede. In beiden Geräten kommt zwar der von Huawei entwickelte Octa-Core-Prozessor „Kirin 970“ zum Einsatz und ihm stehen im Huawei P20 und Honor 10 jeweils vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Unterschiede gibt es aber beim internen Gerätespeicher. Honor bietet sein Smartphone mit 64 GB oder 128 GB an. Das Huawei P20 hat ausschließlich 128 GB. Gemein ist beiden Geräten, dass sich der interne Speicher nicht Erweitern lässt.

Auch das Barrendesign der beiden Smartphones ist nicht gerade innovative und wie die meisten modernen Androidgeräte wenig individuell. Beide Smartphones haben eine Notch, welche man bei Bedarf über die Einstellungen ausschalten kann.

Nachfolgend findet ihr die Eckdaten beider Smartphones im Vergleich:

Technische Daten Honor 10 Huawei P20
Display 5,8 Zoll 5,8 Zoll
Prozessor Kirin 970 (4 x 2.36 GHz + 4 x 1.8 GHz) Kirin 970 (4 x 2.36 GHz + 4 x 1.8 GHz)
Arbeitsspeicher 4 GB 4 GB
Gerätespeicher 64 / 128 GB 128 GB
Akku 3.400 mAh 3.400 mAh
Kamera 16 + 24 Megapixel 12 + 20 Megapixel
Frontkamera 24 Megapixel 24 Megapixel
System Android 8.1 Android 8.1
Abmessungen 149,6 x 71,2 x 7,7 mm 149,1 x 70,8 x 7,7 mm
Gewicht 153 g 165 g

 

Aber genug des theoretischen Vergleichs der Smartphone Geschwister und zum Test:

Als ich das Honor 10 in London kurz nach der Pressekonferenz in den Händen hielt, war ich überrascht, wie gut das Telefon in der Hand liegt und wie wenig mich die Notch des 5.84-Zoll großen Bildschirms des Smartphones stört, die deutlich schmaler ist als die beim Apple iPhone X. Der Bildschirm des Honor löst dem Datenblatt zufolge mit 2.280 x 1.080 Pixeln auf und hat 432 ppi. Seine Energie bezieht das Gerät aus einem festverbauten Lithium-Ionen-Akku mit 3.400 Milliamperestunden, der Glücklichweise ab Werk schon gut vorgeladen war.

Kamera
Diese Tatsache habe ich gleich genutzt, um die ersten Fotos mit dem Honor 10 schießen zu können. Zwar halte ich die Bezeichnung „AI Camera“ (AI steht für Artificial Intelligence, zu deutsch Künstliche Intelligenz, Anm. d. Red.) für etwas übertrieben, da es sich hierbei de facto nur um maschinelles Lernen handel, aber gut. Die Kamera des Honor 10 hat mich dennoch positiv überrascht, auch wenn diese ohne Leica Optik auskommt, hat die nebeneinander platzierte dual Kamera (24 Megapixel- und 16-Megapixel-Farbsensor) mich durch ihre Lichtempfindlichkeit überrascht.

AI
Das Honor 10 bring die oben schon erwähne „AI“ Unterstützung der Kamera, die sich auch als ganz brauchbar erweist, aber jedes Mal vor aktiviert werden muss. Was ich jedoch nicht verstehe, ist wieso diese AI-Funktion nicht per Default aktiv ist. Denn wenn man die AI-Vorzüge nutzen, muss die Funktion beim Knipsen der Bilder aktiv sein. Wenn einem das Bild mit AI nicht gefällt, kann man die Option im Nachhinein noch bei jedem Bild ausschalten. Von daher ist es aus meiner Sicht keine sinnvolle Option, die ein oder aus zu schalten zu müssen, bevor man ein Foto macht.

Denn auch mit AI sind auch alle Bilder ohne die AI Manipulation nutzbar, indem man diese nachträglich deaktiviert. Eine nachträgliche Aktivierung der Funktion ist aber nicht möglich. Die AI Deaktivierung ist insbesondere bei Foodfotografie sinnvoll, denn hier schießt die AI des Honor 10 über das Ziel hinaus bzw. ist nicht sonderlich treffsicher und lässt die Speisen unnatürlich erscheinen. Bei Architektur und Landschaftsaufnahmen kommt die AI Kamera des Honor 10 sehr gut zur Geltung. Besagte Bildmanipulationen erinnern übrigens stark an Filter wie sie auch bei Instagram oder anderen Apps zum Einsatz kommen.

Fazit:

Mein Fazit an dieser Stelle zum Honor 10 ist positiv, auch wenn es hier und da noch Luft nach oben gibt. Bietet das Honor 10 mit einem UVP von 399,- Euro für 64 GB bzw. 449,- Euro für 128 GB ein gutes Preisleistungsverhältnis und somit viel Technik fürs Geld.

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