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Forscher zeigen Garn das als Akku fungiert

Forscher zeigen Garn das als Akku fungiert Die Garnbatterie ist wiederaufladbar, wasserfest und elastisch (Foto: American Chemical Society).
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Ein Forscherteam unter Leitung der City University of Hong Kong hat ein Strickgarn entwickelt, das für das Herstellen von Kleidung wie Pullovern und Schals geeignet ist und zugleich als Energiespeicher für Strom dient. Der wiederaufladbare Stoff ist dabei sowohl wasserfest als auch elastisch und geschmeidig. Selbst in Stücke geschnitten funktioniert die Garnbatterie noch ohne Einschränkungen.

Strom
Während tragbare Gadgets wie Smartwatches schon längst zu unserem Alltag gehören, sieht sich die Wissenschaft seit Längerem mit der Aufgabe konfrontiert, Kleidung zu entwickeln, die einerseits funktional und angenehm zu tragen ist und andererseits Smartphones und Gadgets mit Strom versorgt. Die chinesischen Wissenschaftler um Forschungsleiter Chunyi Zhi nahmen sich jetzt der Problematik an, dass vorherige Versuche, einen solchen Stoff zu entwickeln, daran scheiterten, dass mit Alkali-Mangan-Zellen verbundener Fiebergarn sich zu schnell entlädt und nicht wiederaufladbar ist.

Entwicklung
Das Team entwickelte eine Zink-Ionen-Batterie, die neben den Eigenschaften von Wasserfestigkeit und Flexibilität auch die volle Stromkapazität längerfristig beibehält. Die Gruppe verdrehte Kohlenstoff-Nanoröhren-Fasern zu einem Garn und beschichtete dann ein Stück des Garns mit Zink, um eine Anode zu bilden. Ein anderes Stück wurde mit Magnesiumoxid beschichtet, um eine Kathode zu bilden; beide Stücke wurden in der Folge zu einer Doppelhelix geformt und mit Polyacrylamid-Elektrolyten beschichtet in Silikon eingeschlossen.

Textilien
In Labortests erfüllte das neu geschaffene Garn die Anforderungen mit Bravour. Das Material konnte verarbeitet werden, die Batterieleistung war stabil und durch die Silikonbeschichtung war es wasserfest. Ebenso stellte es sich als dehnbar heraus und auseinandergeschnitten war jedes Teil des Garns noch in der Lage, eine Smartwatch mit Strom zu versorgen.

In einem Test in der Öffentlichkeit erfolgte wenig später die nächste Demonstration des Stoffs, als acht auseinandergeschnittene Teile wieder zusammengefügt wurden und eine Elektrolumineszenz-Paneele zum Leuchten brachten. Wir dürfen also gespannt sein, wann die ersten Kleidungstücke aus dem neuen Akku-Garn auf den Markt kommen werden um uns und unsere Geräte auch unterwegs mit ausreichend Energie zu versorgen.

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