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Test: Nokia 8

Test: Nokia 8 Das Nokia 8 kommt in vier Farben Kupfer, Grau, Blau matt und Blau glänzend auf den Markt. (Bild: Nokia)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Für einen eingefleischten Apple-Nutzer wie mich, sind Android-Geräte erst einmal etwas „befremdlich“. Insofern restete ich alle Apple- und Android-Experience und starte einfach mal mit dem Test des neuen Nokias. Boothies anstatt nur Selfies? Kann das Nokia 8 überzeugen?

Design & Hardware
Edel sieht, dass Nokia 8 dank, seiner polierten und eloxierten Oberfläche schon mal aus. Das Gehäuse unseres Test-Smartphones hat eine schön schimmernde blaue Farbe und wirkt extrem hochwertig verarbeitet.

Wer schon beim iPhone 7 Plus den Eindruck hatte ein glitschiges Stück Seife in der Hand zu halten, findet diesen Effekt auch beim Nokia 8, sodass dass Gerät sehr einem sehr schnell aus der Hand gleitet. Eine rutschfeste Schutzhülle sollte man sich daher schon direkt beim Unboxing zulegen, um sicherzugehen, dass das Handy keinen Schaden nimmt.

Die Haptik aller Seitenschalter ist ansprechend und die 64 GB interner Speicher reicht sicherlich auch den meisten Menschen aus. Für alle die, die mehr Speicherplatz benötigen, wie z. B. Fotografen oder 4 K Videofans besteht die Möglichkeit der Speichererweiterung via MicroSD-Karte auf bis zu 256 Gigabyte. Für Freunde der Dual-SIM gibt es das Nokia 8, im Gegensatz zum Apple iPhone auch in einer hybriden Dual-SIM-Version. Bei dieser können wahlweise zwei SIM-Karten gleichzeitig erreichbar sein, oder eine SIM-Karte und eine MicroSD-Karte.

Bildschirm
Der Bildschirm überzeugt mit einer sehr hellen 5,3” Diagonale. Mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 ist alles Dargestellte sehr schön scharf inkl. einem perfektem Kontrast. Zudem gibt es keine lästigen Spiegelungen oder andere unschöne Randerscheinungen.

Leistung & Ausdauer
Wer sich an die alten “Knochen” Nokias erinnert, wusste schon damals, dass er über mehrere Tage kein Ladekabel oder eine Steckdose benötigt. Mit der heutigen Performance aller am Markt existenten Geräte ist ein ganzer Tag schon eine Herausforderung.

Selfie hier, Video da … Im Vergleich zu meinem iPhone 7 Plus, welches gerade mal einen Tag durchhält, steckt das Nokia 8 locker in die Tasche. Auch die Geschwindigkeit, in der das Gerät die Task abwickelt oder 4 K Videos verarbeite, zeigt eine ordentliche Performance.

Kamera
Das Nokia 8 ist mit einer 13-Megapixel-Dualbild-Fusions-Rückkamera mit Farb-und Monochrom-Sensoren sowie einer 13-Megapixelweitwinkel-Frontkamera mit Phasenerkennung und Autofokus ausgestattet. Die Front- und Rückkameras sind mit ZEISS-Optik ausgestattet. Mit der Kamera sind also nicht nur Selfies möglich, sonder auch Boothies, also ein Bild, das zwei Fotos in jeweils eine Richtung aufnimmt. Das ist meiner Meinung nach ein cooles Feature.

Die maximale Blende der beiden Kameras ist f 2.0, was recht lichtstark ist. Der Autofokus arbeitet präzise und schnell. Die Möglichkeit des Autofokus erlaubt schöne Effekte bzgl. der Tiefenschärfe, ein großes Plus für all jene, die gerne kreativ sind. Die Bildqualität bei guten und sehr guten Lichtverhältnissen ist sehr gut. Allerdings kann das Nokia 8 bei schlechten Lichtverhältnissen keine Kompaktkameras ersetzen.

Ich vermisste zudem die Möglichkeit Bilder im RAW-Format zu speichern oder eine Funktion, die es erlaubt das aufzunehmende Foto schnell heller zu machen. Videoenthusiasten können 4 K Videos genießen, die sowohl mit der Front, als auch mit der Rückkamera gemacht werden können. Als iPhone Nutzer hat mir besonders gut, das schnelle Synchronisieren der Bilder mit dem Google-Account (Google Foto) gefallen, dieses geht in Rekordzeit vonstatten.

Software
Das Nokia 8 wird mit Android 7.1.1 (Nougat) und ohne unnötige Blodware ausgeliefert. Die benötigten Standardapps sind fix installiert und laufen auf dem Smartphone schnell und stabil. Auch neue Apps, mit deren Software ich verschiedene Geräte tracken und anzeigen lassen kann, bereiten keinerlei Probleme. Zudem gibt der Hersteller an, dass er zügig neue Updates und auch ein Upgrade auf Android 8 für das Smartphone anbieten werde.

Fazit
Für einen UVP von 579,- Euro bekommt man eine Menge edles Smartphone, das bei guten Lichtverhältnissen sehr gute Video- und Fotoergebnisse liefert. Jedoch vermisse ich beim Nokia 8 einen Bumper, der das Gerät etwas rutschfester macht, damit es einem nicht so schnell aus der Hand gleitet. Mein Fazit des Nokia 8 ist gut und der reale Ladenpreis dürfte sich schon bald vom UVP abheben.

Über den Gastautor:
Stefan Kny ist hauptberuflicher Fotograf und viel in der Berliner Startup-Szene für sein Onlinemagazin Gründermetropole Berlin unterwegs.

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