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Wegen “WireX” löscht Google 300 Apps aus dem Play Store

Wegen “WireX” löscht Google 300 Apps aus dem Play Store Der Google Play Store ist nicht so sicher, wer es sein sollte. (Bild: moobilux.com)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”.

Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche.

Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Google hat rund 300 verseuchte Apps aus dem Android Play Store gelöscht, die die Basis für das Botnet “WireX” waren. Dieses hatte mithilfe der kompromittierten Geräte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) durchgeführt. Möglich war dieser Schlag gegen kriminelle Machenschaften dank der Kooperation mehrerer IT-Branchengrößen mit Sicherheitsexperten. Der Fall unterstreicht allerdings auch, dass Googles offizieller Android-Marktplatz lange nicht so sicher ist, wie es der Konzern gernhätte.

Google Play Store
Das Botnet WireX war Sicherheitsforschern Anfang August erstmals aufgefallen und bis Monatsmitte schnell gewachsen. Zu Spitzenzeiten waren über 100.000 verseuchte Geräte an den damit durchgeführten Attacken beteiligt. Dass das Android-Botnet WireX relativ schnell so groß wurde, hängt wohl damit zusammen, dass der zugehörige Schädling auch in den Play Store gelangt war.

“Wir haben rund 300 Apps identifiziert, die mit dem Problem in Verbindungen stehen, sie aus dem Play Store gesperrt und sind dabei, sie von allen betroffenen Geräten zu entfernen”, so Google.

Das relativ zügige Vorgehen gegen WireX und die zugehörigen Apps war nur aufgrund einer breiten Zusammenarbeit von Unternehmen möglich. Die beiden großen Content-Delivery-Anbieter Akamai und Cloudflare haben Auffälligkeiten beobachtet und für die Analyse mit Sicherheitsspezialisten wie Flashpoint und RiskIQ zusammengearbeitet.

Das hat ergeben, dass die Botnet-Malware eben auch stark über den offiziellen Play Store vertrieben wird. Dort waren scheinbar harmlose Apps aus verschiedenen Bereichen wie beispielsweise ein Media Player oder eine Klingelton-App verseucht.

Unsicherheit
Für Google ist WireX insofern unschöne, als dass das Beispiel einmal mehr zeigt, dass der offizielle Android-Marktplatz nicht so gut gegen Malware geschützt ist, wie der Konzern gernhätte. Zwar nutzt Google unter anderem einen eigenen Antiviren-Scanner namens Bouncer, um Schädlinge aus dem Play Store fernzuhalten. Dennoch scheint Google merklich öfter damit zu kämpfen zu haben, dass doch verseuchte Apps ihren Weg in den offiziellen Android-Marktplatz finden, als dass bei Apple und seinem App Store für iOS-Geräte der Fall ist

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