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Gadgets & Technik, Smart Home, Tests

Test: Netgear Arlo Pro

Test: Netgear Arlo Pro Die Netgear Arlo Pro im Test von moobilux | connected mobile (Bild: Netgear)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Nach unserem Test der „Canary“ nehmen wir heute, die Ende letzten Jahres vorgestellte, „Arlo Pro“ unter die Lupe. Bei der Netgear Arlo Pro handelt es sich um eine kabellose, akkubetriebende Sicherheitskamera, welche sich laut dem Hersteller nicht nur mühelos installieren läßt und erweitert werden kann, sondern sich dank ihrer Schnittstellen im Gegensatz zur Canary auch in bestehende Smart Home Infrastrukturen einfügt.

Der erste Eindruck
Auf dem ersten Blick fällt einem das neue Gehäusedesign der Arlo Pro auf. Waren die Vorgängermodelle noch kantig im Design, so ist die neue Arlo Pro zeitlos rundlich geschwungen und macht beim Auspacken einen wertigen Eindruck. Der Lieferumfang des Kamera-Sets der Arlo Pro besteht aus der Basisstation, einer Kamera mit Akku und Magnetkugelhalter, einem LAN-Kabel und zwei Netzteilen, wobei das Netzteil mit dem Micro-USB-Kabel zum Laden der Arlo Pro Kamera gedacht ist.

Das Arlo Pro Basis nebst der kabellosen Kamera. (Bild: moobilux.com)

Das Arlo Pro Basis nebst der kabellosen Kamera. (Bild: moobilux.com)

Installation
Die Einrichtung der Arlo Pro ist wirklich sehr simpel und je nach Geschicklichkeit in ca. 5-10 Minuten erledigt. Zuvor haben wir die Kamera nach dem Auspacken über Nacht zum Aufladen des Akkus an die Steckdose angeschlossen. So konnten wir am darauffolgenden Tag direkt mit der Inbetriebnahme des Kamerasystems beginnen.

Das Arlo Pro Basis verfügt auf der Rückseite über zwei USB- und einen RJ45-Port (Bild: moobilux.com)

Das Arlo Pro Basis verfügt auf der Rückseite über zwei USB- und einen RJ45-Port (Bild: moobilux.com)

Montage
Die Montage und Positionierung der Kameras ist durch die kabellose Technik sehr einfach. Im Lieferumfang ist auch eine passende Wandhalterung mitgeliefert, bei der es sich um eine metallische Halbkugel auf einer Plastikplatte handelt, die an der entsprechenden Oberfläche festgeklebt oder geschraubt wird. Die Arlo Pro Kamera lässt sich dann ganz einfach über den integrierten Magneten auf der Halbkugel variabel anbringen. Durch diese Gelenkigkeit lässt sich die Kamera in jedem beliebigen Winkel positionieren.

 Durch die Magnetkugel lässt die Arlo Pro sich leicht positionieren. (Bild: moobilux.com)

Durch die Magnetkugel lässt die Arlo Pro sich leicht positionieren. (Bild: moobilux.com)

 Durch die Magnetkugel lässt die Arlo Pro sich leicht positionieren. (Bild: moobilux.com)

Durch die Magnetkugel lässt die Arlo Pro sich leicht positionieren. (Bild: moobilux.com)

Durch den Sync Knopf an Basis und Kamera lässt die Arlo Pro sich leicht paaren. (Bild: moobilux.com)

Durch den Sync Knopf an Basis und Kamera lässt die Arlo Pro sich leicht paaren. (Bild: moobilux.com)

Einrichtung
Für die Einrichtung des Systems mussten wir zuerst die Arlo App im App Store auf unser Smartphone, in diesem Fall ein iPhone, herunterladen. Nach der Installation fordert die App uns auf, ein Kundenkonto anzulegen. Ist das erledigt, meldet man sich in der App mit seinen Nutzerdaten an.

Aufstellung
Danach muss die Arlo Pro Basis nahe dem Router aufgestellt werden, damit sie per LAN-Kabel mit selbigem verbunden werden kann. Die Arlo App zeigt in einer Grafik, wie die Komponenten korrekt angeschlossen werden müssen. Ist die Basis erst einmal registriert, ist die Arlo Pro einsatzbereit.

Die Basis der Arlo Pro verfügt vorne über drei Status-LEDs (Bild: moobilux.com)

Die Basis der Arlo Pro verfügt vorne über drei Status-LEDs (Bild: moobilux.com)

Funktionsumfang
Die Steuerung der Arlo Pro erfolgt per Android- oder iOS-App und lässt sich alternativ auch mit dem Browser vom heimischen Rechner aus, mittels Web-App (https://arlo.netgear.com) steuern. Bei der Web-App muss man leider dazusagen, dass diese auf die inzwischen veraltet und unsichere Flash-Technik von Adobe setzt um die Videos abzuspielen. Hat man Flash z. B. im Google Browser „Chrome“ deaktiviert oder im Firefox kein entsprechendes Plug-in installiert, weil dieses zu unsicher ist – kann man sich die Videos der Überwachungskamera nicht im Browser angucken.

Für die Steuerung der Überwachungskameras gibt es drei Modi:

  1. Mit oder ohne aktiviertem Bewegungsmelder. Verwendet man diesen Modus, zeichnet die Kamera alles in Full-HD (1.280 x 720 Pixel) zusammen mit dem Sound in ihrem Erfassungsbereich auf, wenn der integrierte Bewegungsmelder eine Bewegung im Raum feststellt. Zudem sendet das System eine Nachricht an das Smartphone, dass eine Aufnahme erstellt wurde. So kann man sich gleich in der App das Überwachungsvideo anschauen.
  1. Die zweite Möglichkeit ist der, der Zeitplan gesteuerten Überwachung, wie sie beispielsweise in Büros oder Produktionsstätten für die Überwachung in der Nacht sinnvoll sein könnte.
  1. Als Drittes steht der Modi „Geofencing“ zur Verfügung. Mit dem Kunstwort Geofencing (aus dem engl. geographic und fence zusammengesetzt) wird das automatisierte Auslösen einer Aktion beschrieben. In unserem Fall bedeutet es, dass wenn man zusammen mit seinem Smartphone im heimischen (WLAN) Netzwerk ist, die Überwachung automatisch deaktiviert ist. Verlässt man zusammen mit seinem Telefon das zuvor festgelegte Gebiet, schaltet sich die Kamera automatisch scharf und überwacht den Raum.

Auf Wunsch kann man über die App oder Web-App auch live auf die Arlo Pro Kamera zugreifen, um z. B. zu schauen, was am Kamerastandort gerade los ist. So kann man auch manuell Videos mit Ton oder Fotos aufnehmen. Dank mehrerer Infrarot-LEDs rund um das Objektiv der Kamera, kann man über den Nachtmodus auch bei Dunkelheit ein scharfes Schwarz-Weiß-Bild bzw. Video sehen.

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Speicher
In der App gibt es eine Kalenderansicht, die sich Bibliothek nennt. Hier sind alle Tage markiert, an denen die Kameras Foto- oder Video-Aufnahmen erstellt haben. Die Arlo Pro kann die Aufnahmen entweder auf eine „Cloud“ hochladen oder lokal auf einer MircoSD-Karte, die in der Basis eingesteckt werden kann, aufzeichnen.

Der Cloud-Speicher ist bis zu fünf Kameras dauerhaft kostenfrei, wobei die Videos 7 Tage lang online gespeichert werden. Wer mehr als fünf Kameras einsetzt oder eine längere Speicherung benötigt, kann auch weitere Optionen kostenpflichtig hinzubuchen, die dann immer eine 30 tägige Laufzeit haben.

Fazit
Das Arlo Pro System mit seinen akkubetriebenden, wetterfesten-HD-Kameras von Netgear ist ein interessantes Produkt für all diejenigen, die Wert auf eine schnelle, einfache Einrichtung und eine sehr einfache Handhabung legen. Die Tatsache, dass die Kameras Wasser- und staubresistent sind, sowie kabellos angebunden werden, macht die Positionierung ohne Einschränkung sehr einfach, wenn man einzig von der Beschränkung der WLAN-Reichweite absieht. Die magnetische Halterung macht, den in regelmäßigen Abständen notwendigen, Akkuaustausch bzw. dessen Ladung deutlich einfacher.

Besonders gut gefielen uns die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Arlo-Systems, hier ist Netgear der Spagat zwischen guter Nutzbarkeit und vielen Funktion, auch für weniger erfahrene Anwender, sehr gut gelungen. Leider beherrscht die Arlo Pro keine kontinuierliche Aufzeichnung und kann maximal 120 Sekunden lang aufnehmen.

Preislich liegt die Arlo Pro je nach Set und Ausführung zwischen 339,- Euro und 960,- Euro im UVP. Eine passende Zusatzkamera kostet im UVP 249,- Euro und ist bei Amazon schon für 234,- Euro zu haben. Zudem hat der Hersteller ein reichhaltiges Zubehörprogramm um das Arlo System herum im Angebot, mit der sich die Kamera beispielsweise über ein kleines Solar-Panel mit Energie versorgen lassen. Wir finden die Lösung gelungen, da sie dem Nutzer die Freiheit bei der Wahl des Standorts (der Kamera) und es Speichers überlässt. Einzig der empfohlene Verkaufspreis (UVP) wirkt etwas hoch.

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