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Microsoft stellt App für Blinde vor

Microsoft stellt App für Blinde vor Die Seeing Al App analysiert Objekte und beschreibt Lage für Sehbehinderte. (Screenshot: moobilux.com)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”.

Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche.

Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Microsoft hat mit “Seeing Al” eine neue Smartphone-App vorgestellt, die mittels künstlicher Intelligenz das Geschehen im Umfeld für Sehbehinderte beschreibt. Der Nutzer richtet seine Smartphone-Kamera auf eine Person, einen Gegenstand oder Geldnoten. Das Programm scannt das jeweilige Objekt und beschreibt es daraufhin im Detail.

iOS zu Beginn
Microsoft hatte bereits im März 2016 einen Prototyp der iOS-App präsentiert, aber erst seit Kurzem ist die App in den USA als Download verfügbar. Ein Datum für das Erscheinen der Android-App nannte der Softwarekonzern noch nicht.

Vielfältiger Funktionsumfang
Die App ist vom Funktionsumfang her vielfältig. Sie erkennt bekannte Personen, kann das Alter und die Gefühle von Fremden einschätzen, Haushaltsprodukte durch das Scannen von Barcodes erkennen, Dokumente lesen und die US-Währung erkennen.

Gelderkennung
Im deutschsprachigen Raum beziehungsweise Europa ist die Gelderkennung für Blinde kein großes Problem, denn Euro-Banknoten sind je nach Wert unterschiedlich groß, was den Umgang damit relativ einfach macht, wenn man diese erst einmal kennen und zu unterscheiden gelernt hat. Im Gegensatz zum Euro haben die US-Dollarnoten jedoch immer die gleichen Abmessungen, egal welchen nominellen Wert sie haben, daher ist vor allem das Feature der Gelderkennung für Sehbehinderte äußerst hilfreich.

Neuronale Netzwerke
Die neue App verwendet neuronale Netzwerke, um die Welt um sich herum zu identifizieren und zu erklären. Eine ähnliche Technik nutzen auch selbstfahrende Autos oder moderne Aufklärungsdrohnen. Die Erkennungsprozesse sollen direkt in der App ausgeführt werden, was sie ausfallsicherer machen soll. Dieses ist vor allem bei fehlender Mobilfunk- oder instabiler Internetverbindung und der Nutzung im Flugzeug sinnvoll. Für die komplexeren Vorgänge, wie das Beschreiben einer kompletten Situation oder das Erkennen von Handschriften, benötigen die App zwingend eine Verbindung ins Internet.

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