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Amazon legt Streit um illegale In-App-Käufe bei

Amazon legt Streit um illegale In-App-Käufe bei Viele Kinder betroffen - Erstattungen in Höhe von 70 Mio. US-Dollar. (Grafik: moobilux.com)
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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Knapp ein Jahr, nachdem Amazon in Amerika von einem US-Bundesgericht schuldig gesprochen wurde, Nutzern – darunter viele Kinder – illegale Rechnungen für unautorisierte In-App-Einkäufe gestellt zu haben, beendet der Onlinehändler den Rechtsstreit mit der Federal Trade Commision (FTC).

Keine Berufung
Diese hat nun wissen lassen, dass der Versandriese seine Berufung gegen das vom April 2016 stammende Urteil fallengelassen hat. Damit wird der US-amerikanischen Bundeshandelskommission zufolge der Weg frei für saftige Rückzahlungen in Höhe von über 70 Mio. US-Dollar, was rund 65,5 Mio. Euro entspräche.

Verbraucherschützer zufrieden
“Dieser Fall demonstriert sehr eindrucksvoll etwas, das eigentlich für alle Unternehmen ein fundamentales Grundprinzip darstellen sollte”, erklärt Thomas Pahl, amtierender Leiter der Abteilung Konsumentenschutz bei der FTC: “Man muss immer sicherstellen, dass man die Zustimmung des Konsumenten einholt, bevor man ihm eine Rechnung stellt.”

Doch genau das ist der Vorwurf, den die Verbraucherschützer im vergangenen Jahr erfolgreich vor Gericht gegen Amazon eingebracht haben.

“Das Gericht hat damals entschieden, dass Amazon illegalerweise Nutzern eine Rechnung für unautorisierte In-App-Einkäufe gestellt hat, die vor allem von Kindern während der Verwendung von mobilen Apps wie etwa Onlinespielen getätigt worden sind, die über den App Store des Unternehmens heruntergeladen wurden”, fasst die FTC zusammen.

Einsicht
Nun ist der Onlinehändler zur Einsicht gekommen und hat angekündigt, keinerlei Berufung gegen das Urteil mehr anzustreben.

“Damit wird der Weg für betroffene Konsumenten freigeräumt, Rückzahlungen von Amazon einzufordern”, betont die US-Handelskommission. Insgesamt gehe es dabei um mehr als 70 Mio. US-Dollar, die zwischen November 2011 und Mai 2016 mithilfe von In-App-Einkäufen umgesetzt worden sind.

Erstattungsprozess
Wann genau der Erstattungsprozess starten soll, ist im Moment jedoch noch unklar. Laut Informationen der FTC könnte er aber schon “in Kürze” starten. Am Ende könnte es für Amazon teuer werden. Denn ein Ansuchen des Onlinehändlers, geschädigte Kunden lediglich in Form von Geschenkgutscheinen abzuspeisen, ist bereits im November vergangenen Jahres von einem US-Bezirksgericht abgeschmettert worden. “Genaue Details zum Erstattungsprogramm, das Amazon umsetzen wird, folgen noch”, erklärt die FTC.

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