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Peinliche Panne bei Googles Messenger-App “Allo”

Peinliche Panne bei Googles Messenger-App “Allo” Der Schutz der Privatsphäre steht bei Google offenbar nicht im Fokus. (Foto: Screenshot)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Die “Recode”-Redakteurin Tess Townsend musste in einer Konversation in Googles Messenger-AppAllo” feststellen, dass Google Assistent (die künstliche Intelligenz dahinter, Anm. d. Red.) ein Ergebnis aus dem Browserverlauf ihres Gesprächspartners im Gruppen-Chat veröffentlichte.

Screenshot einer Allo Konversation. (Foto: Screenshot)

Screenshot einer Allo Konversation. (Foto: Screenshot)

Fehler soll behoben sein
Glücklicherweise war es kein peinlicher Link, den Google in der Konversation postete, sondern lediglich eine Harry-Potter-Fanseite, nach der der Betroffene kürzlich gesucht hatte. Trotzdem war es ein erstaunlicher Ausrutscher, auf den zwangsläufig die Frage folgte, ob der Google Assistant ein Bot sei.
Auch Townsends Privatsphäre wurde gefährdet: Anstatt der offiziellen Adresse ihres Arbeitgebers gab Google sofort preis, dass sie von einem Co-Working-Space aus gearbeitet hatte, und zeigte dessen genaue Adresse auf Google Maps.

Ursache
Es ist noch nicht klar, wie dieser Fehler passieren konnte. Schließlich nutzt Allo bei anderen Anfragen bessere Sicherheitsvorkehrungen: Wenn die Redakteurin nach ihrem eigenen Namen fragte, bekam sie zuerst eine Benachrichtigung, ob dieser mit dem Gesprächspartner geteilt werden dürfe. Google versicherte Townsend nach Veröffentlichung des Artikels, dass der Fehler jetzt behoben sei – dennoch ist Vorsicht im Umgang mit den intelligenten Assistenten (nicht nur Google) geboten, schließlich ernährten diese sich von unseren persönlichen Daten inklusive aller Suchanfragen und speichern diese für lange Zeit.

Snowden warnte
Der Whistleblower Edward Snowden hat übrigens bereits im September vergangenen Jahres, gleich nach dem Launch der Allo-App, vor ebendieser gewarnt.

“Was ist Allo? Eine Google-App, die jede Nachricht aufzeichnet, die du sendest und diese der Polizei auf Anfrage verfügbar macht,” schrieb er auf Twitter.

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