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Infrarot-Netzwerk will 100 Mal schneller als WLAN sein

Infrarot-Netzwerk will 100 Mal schneller als WLAN sein System nutzt Infrarotlichtstrahlen zur störungsfreien Datenübertragung (Foto: moobilux.com/tc)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Forscher der Eindhoven University of Technology haben ein Drahtlosnetzwerk entwickelt, das 100 Mal schneller als herkömmliche WLAN-Netzwerke ist. Das System basiert auf Infrarotstrahlen und nutzt diese zur Datenübertragung. Die Datenübertragungsrate liegt derzeit bei 40 Gigabit pro Sekunde und Lichtstrahl. Das Netzwerk kann mit mehreren mobilen Geräten zur gleichen Zeit verbunden sein, ohne dass es dabei zu Störungen kommt.

Lichtspektrum
Das Projekt ist nicht das erste welches das Lichtspektrum nutzt, so gab es schon vor ein paar Jahren den Ansatz Daten via LED (LiFi an.m.Red.) zu übertragen. Die Datenübertragung des neuen Ansatzes basiert auf ein paar zentralen Lichtantennen, die beispielsweise an der Decke fixiert werden können. Diese leiten die Infrarotstrahlen, welche mittels Glasfaser transportiert werden. Da dieses Netzwerk über keine beweglichen Komponenten verfügt, ist dieses völlig wartungsfrei und benötigt keine Stromversorgung. Die Antennen beinhalten ein Gitterpaar, dass Lichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlängen sowie in verschiedenen Winkeln abgeben.

Auf kurze Distanzen getestet
Durch eine Veränderung der Wellenlänge der Lichtstrahlen wird auch die Richtung des Strahls angepasst. Das Infrarotlicht ist für das menschliche Auge völlig unbedenklich. Andere lichtbasierte WLAN-Netzwerke sind durch langsame Geschwindigkeiten und die Abhängigkeit von LED-Glühbirnen gekennzeichnet. Bis jetzt ist die Downloadgeschwindigkeit des Systems erst über kurze Distanzen getestet worden. Dennoch zeigen diese ersten Ergebnisse ein durchaus großes Potenzial.

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