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Test: Netgear Orbi

Test: Netgear Orbi Das Mesh-WiFI-Paket „Orbi“ von Netgear im Test von moobilux.com. (Foto: Netgear)
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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Zur IFA 2016 im September in Berlin vorgestellt und jetzt bei moobilux.com im Test: das WLAN-Router-Paket „Orbi“ von Netgear. Dank der Satelliten- und der Tri-Band-Lösung erreicht das schnelle WLAN jede Ecke des Hauses. Wir haben das Netgear im Livebetrieb auf Herz und Nieren unter die Lupe genommen:

Vielleicht habt ihr es schon mal selbst erlebt, dass es gar nicht so einfach ist, an jedem Punkt im Haus ein vernünftiges WLAN-Signal zu erhalten. Moobilux.com hat das neue WLAN-System „Orbi“ (RBK50) von Netgear für euch getestet.

In den meisten Fällen sind unsere Modems und der Router mit dem WLAN in einer Ecke der Wohnung untergebracht, weil dort die Telefondose ist. In Bezug auf eine gute WLAN-Signalverteilung ist das meist eine schlechte Idee. Denn je weiter man sich vom Router wegbewegt, desto schwächer wird das WLAN-Signal, vor allem, wenn Wände oder andere Barrieren im Weg sind.

Das kann zur Folge haben, dass man schon im Wohnzimmer am Smart TV ein so schlechtes WLAN-Signal hat, das die Bandbreite für datenintensive Streamings trotz ausreichender Breitbandanbindung nicht ausreicht.

Die Orbi Lösung
Das Orbi WLAN-System von Netgear löst das Problem, indem es nicht nur einen einzelnen Router nutzt, sondern auf mindestens zwei Geräte baut – einen speziellen Router der die Basis bildet und dazu mindestens einen „Satellit“ genannten WLAN-Access-Point. Während ein WLAN-Range-Extender lediglich das Funksignal aufgreift und verstärkt, geht Netgear mit dem „Orbi“ einen anderen Weg.

Hierzu bauten die „Orbi“-Basis und der „Satellit“ über einen separaten 5 GHz Funkkanal ein weiteres Netzwerk auf. Über diesen dedizierten Netzwerkkanal kommuniziert ausschließlich die Basis mit den eingebundenen Satelliten untereinander. Für die Kommunikation mit den WLAN-Endgeräten stehen ein 2,4 GHz und ein 5 GHz Netz zur Verfügung. Das Besondere an der Lösung ist, dass das gesamte WLAN-Netz unter einer WLAN-Adresse (SSID) läuft, das hat zur Folge, dass man keine Unterbrechungen mehr hat.

Der Aufbau
Für unseren Test verbinden wir den gelben Internet-Port des Orbi-Routers mit dem mitgelieferten LAN-Kabel mit unserem VDSL-Modem, da das System derzeit noch nicht über ein integriertes X-DSL-Modem verfügt. Danach schließen wir die Basis mit dem mitgelieferten Netzteil an das Stromnetz an. Jetzt sieht man an dem Router ein weiß pulsierendes Licht. Als nächstes nehmen wir den Satelliten und schließen ihn ebenfalls ans Stromnetz an, der jetzt auch mit weißen Licht zu pulsieren.

Wenn der Satellit eine stabile Verbindung zur Basis gefunden hat, leuchtet er für drei Minuten blau und schaltete dann das Licht aus. Hat der Satellit hingegen keine Verbindung zur Basisstation aufbauen können, so leuchtet dieser gelb. Dann muss man den Satelliten neu positionieren, an den Strom anschließen und einmal die Sync-Taste drücken. Das Prozedere wiederholt man, bis der Satellit erfolgreich mit der Basis verbunden ist. In unserem Fall, hat die Verbindung auf Anhieb funktioniert.

Das Setup
Nach dem Aufbau der Geräte folgt die Konfiguration des Orbi-Systems. Hierzu sucht man die auf der Basis angegebene WLAN-Adresse (SSID) und verbindet sich mittels des ebenfalls mitaufgedruckten WLAN-Kennworts. Wenn man seine Browser öffnet gelangt man automatisch zur Konfigurationsseite. Nachdem man den Nutzungsbedingen zugestimmt hat, wird man dann schritt für schritt durch die Konfiguration des Systems geleitet, bei der man dem Netzwerknamen und das Administrator-Kennwort festlegt. Danach überprüft das System automatisch, ob es Firmware-Updates gibt.

Auf der Rückseite des Orbi-Satelliten stehen noch vier RJ45-LAN-Ports zur Verfügung. (Foto: Thorsten Claus)

Auf der Rückseite des Orbi-Satelliten stehen noch vier RJ45-LAN-Ports zur Verfügung. (Foto: Thorsten Claus)

Der Test
Für den Test haben wir mit dem Netgear Orbi ein extra Netzwerk zum bestehenden WLAN eingerichtet. So können wir sehen, wie die Geschwindigkeit im Vergleich zum alten und neuen Netz ist. Zudem nutzen wir die Möglichkeit, die uns ein Berliner Altbau mit seinen Hinterhöfen bietet, um die Leistungsfähigkeit des Systems zu testen. Hierbei steht die Orbi-Basis mit dem Internetzugang im Hinterhaus und der Satellit in einem Café im Vorderhaus.

Im Café im Vorderhaus testen wir als erstes die Verbindung zum alten, bestehenden Netzwerk, bei dem eine AVM Fritz-Box 7580 das duale 2,4GHz/5GHz WLAN-Netzwerk verantwortet. Für die Ermittlung der Übertragungsgeschwindigkeit nutzen wir den online Dienst speedtest.net.

Im Download führt das Netgear Orbi ganz klar. (Bild: moobilux.com)

Im Download führt das Netgear Orbi ganz klar. (Bild: moobilux.com)

Im Upload hat das Orbi-System die Nase vorn. (Bild: moobilux.com)

Auch im Upload hat das Orbi-System die Nase vorn. (Bild: moobilux.com)

Das Notebook kann mit dem alten Netzwerk nur am Fenster zum Innenhof eine Verbindung zum „alten“ 2,4 GHz WLAN-Netzwerk aufbauen. Beim Geschwindigkeitstest erzielt es im Download 28.91 Mbps und 8.66 Mbps beim Upload. Eine Verbindung zum alten 5 GHz-Netzwerk kam im Café leider nicht zu Stande. Ebenso war keine Verbindung möglich, wenn man sich ans andere Ende des Cafés zur Straße setzt.

Das „Orbi“-Netzwerk ist selbst auf der Straße mit vollem Ausschlag sichtbar. Nachdem wir uns im Café mit dem neuen Netzwerk des Netgear Orbit verbunden hatten, bekamen wir eine Download-Geschwindigkeit von 45.84 Mbps und eine Upload-Geschwindigkeit vom 9.30 Mbps.

Im Download hat Netgear Lösung Orbi ganz klar die Führung. (Bild: moobilux.com)

Im Download hat Netgear Lösung Orbi ganz klar die Führung. (Bild: moobilux.com)

Man sieht schnell, dass es einen deutlichen Unterschied bei Verbindungsgeschwindigkeit und Reichweite gibt. Mit dem Netgear „Orbi“ hat man fast doppelt so hohe Downloadgeschwindigkeit – und das bei einer Entfernung von ca. 10 m Luftlinie plus der Wände zum eigentlichen Standort des VDSL50-Internetanschlusses. Das ist besonders erfreulich, wenn man auf schnelles Internet – wie etwa fürs Spielen oder Full-HD-Streaming – angewiesen ist und weiter weg vom eigentlichen Router sitzt.

Preis & Verfügbarkeit
Netgear will das „Orbi“-System noch im November rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt bringen. Das „Orbi“-Starterpaket mit der Basis und einem Satelliten soll 429,99 Euro (UVP) kosten. Ein weiterer Satellit soll laut Amazon 249,99 Euro kosten.

Unser Fazit:
Wenn man in einer großen Wohnung, einem Haus oder in einem geräumigen Büro an Problemen mit einem schlechten WLAN-Empfang leidet, kann das Netgear Orbi eine gute Lösung sein. Es sieht nett genug aus, um unauffällig in jede Einrichtung passen zu können. Zudem liefert es ein gutes, stabiles WLAN-Signal mit zuverlässiger Geschwindigkeit und dass über eine beeindruckende Distanz. Durch die Mobilität der Satelliten lassen diese sich auch bei Bedarf flexible verschieben. Das einzige Kontra des Orbit ist der verhältnismäßig hohe Anschaffungspreis.

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