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Test: Gigaset Elements

Test: Gigaset Elements Die Gigaset Elemens Smart-Home-Lösung im Test. (Foto: Gigaset)
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Adrian Fischer
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Test: Gigaset Elements

Gigaset wirbt für seine kostengünstige, einsteigerfreundliche Haus-Automationslösung Gigaset Elements mit einfacher Bedienung. Das angebotene Elements Basispaket, welches neben der Steuerzentrale auch noch 3 Sensoren bietet, kostet rund 140 Euro. Gigaset konzentriert sich bei Elements darauf, dass das System von jedermann leicht und ohne Vorkenntnisse selbst installiert werden kann. Moobilux hat Gigaset Elements für Euch getestet. Insgesamt stellt sich das System als eine einfach zu handhabende, gut und günstige Haus-Automationslösung im Sicherheitsbereich mit kleinen Ecken und Kanten dar.

Getestete Geräte
Das Einsteiger-Paket beinhaltet die Basisstation, einen Türsensor (door) einen Bewegungssensor (motion). Zusätzlich testete moobilux für Euch den Taster (button) die Sirene (siren) und den Fenstersensor (window), sowie die WLAN basierte Überwachungskamera und den Steckdosenadapter (plug). Bis auf die Kamera übertragen alle getesteten Aktoren und Sensoren die Daten via DECT-ULE, einer Erweiterung des DECT-Standards.

Die Basisstation der Gigaset Elements. (Foto: moobilux.com)

Die Basisstation der Gigaset Elements. (Foto: moobilux.com)

Installation:
Die Basisstation wird mittels eines LAN-Kabels an den Router angeschlossen. Die Sensoren können mittels Klebe- oder Schraubfixierung an der Tür oder dem Fenster angebracht werden. Bei der Kamera wie auch bei dem Bewegungssensor werden zudem Standfüsse mitgeliefert. So lassen sich diese in kurzer Zeit perfekt an Ihren Bestimmungsorten befestigen. Dank dieser einfachen Befestigungsmöglichkeit gelang es mir die Sensoren in ca. 3 min zu befestigen. Sollten die Geräte mit den beigefügten Klebestreifen befestigt werden lohnt sich eine gute Planung, den einmal angebracht gehen die Geräte nur noch sehr schwer ab.

Einrichtung
Nach dem Anbringen der Sensoren müssen die Sensoren noch mit der Basisstation verknüpft werden. Bei der Vernetzung der Komponenten setzt Gigaset auf den Funkstandard DECT ULE, wobei ULE für Ultra-Low-Energy steht, die Zentrale wird per Netzwerkkabel am Router angeschlossen. Dies ist allerdings erst möglich, wenn die Basisstation zuvor mit einem Gigaset Benutzerkonto verknüpft wurde. Hierfür ist eine einmalige Registrierung auf der Gigaset Webseite für den Dienst „my Elements“ nötigt, danach kann man die Basisstation dann auch leicht per iOS- oder Android-App verbinden, einrichten und bedienen. Ohne Smartphone steht einem alternativ auch die Steuerung per Web-App zur Verfügung.

Verbindung herstellen
Nun lassen sich die Funksensoren komfortabel mit dem Gerät verbinden. Hierzu muss der Sensor sich jedoch in der Nähe der Basisstation befinden, also lohnt es sich die Sensoren zu koppeln bevor man sie befestigt. Die Verbindung wird hierbei Schritt für Schritt erklärt und der nächste Schritt ist erst dann möglich, wenn der aktuelle Schritt erfolgreich abgeschlossen ist. So lassen sich Missverständnisse und stundenlange Fehlersuche vermeiden. Wichtig zu erwähnen wäre dieser Stelle, das alle Daten über die Gigaset-Cloud laufen und gespeichert werden. Die Daten werden jedoch laut Gigaset ausschließlich in deutschen Rechenzentren gespeichert.

Konto erstellen
Das Einrichten und Anmelden gestaltet sich angenehm einfach. Auf der übersichtlichen Webseite richten man ein Konto ein und gibt den auf der Rückseite der Basis befindlichen Sicherheitscode an. Nach ein paar Arbeitsschritten ist die Basis dann mit „my Elements“ verbunden.

Der Test fiel im Großen und Ganzen positiv aus. Die Sensoren lassen sich mühelos verbinden, Updates der Sensoren gestalten sich einfach und setzen nur eine Anwesenheit für den Zeitraum der paar Minuten voraus, da z.B. der Türsensor nach dem Update neu kalibriert werden muss.

Kompatibilität
Ein paar Möglichkeiten haben uns aber dennoch gefehlt. So ist eine externe Speicherung oder Steuerung z. b. über die AVM Fritzbox die ebenfalls DECT-ULE unterstützt derzeit (noch) nicht möglich, auch das einbinden anderer DECT-ULE Geräte von Drittherstellern ist (noch) nicht möglich.

Batterielaufzeit
Die Betriebszeit einzelnen Aktoren und Sensoren hängt von der Lebensdauer der für den Betrieb nötigen Batterie ab. In unserem Test fielen diese recht unterschiedlich aus. Für den Test hatten wir den Fenstersensor an einer stark frequentierten Balkontür befestigt. Die Betriebsbereitschaft mit einer Batterieladung betrug etwas über zwei Monate. Sollte man also stark frequentierte Stellen mit den Sensoren überwachen wollen, muss man hier einen regelmäßigem batteriewechseln in kaufnehmen. Der Hersteller wirbt mit bis zu 2 Jahren Betriebszeit mit einer Batterieladung, das ist unter Umständen auch durchaus realistisch, wenn die Geräte nicht gerade an stark frequentieren Stellen wie z.B. dem Fester zu Einsatz kommen.

Komponenten im Detail

Plug - der Elements Steckdosenadapter (Foto: moobilux.com)

Plug – der Elements Steckdosenadapter (Foto: moobilux.com)

Steckdosenadapter:
Der Steckdosenadapter „plug“ tut was er soll und lässt sich über die App problemlos an und ausschalten. Eine Messfunktion für den Stromverbrauch leider nicht mit enthalten.

 

 

 

 

 

Motion -der Elements Bewegungssensor. (Foto: moobilux.com)

Motion – der Elements Bewegungssensor. (Foto: moobilux.com)

Bewegungssensor:
Der Bewegungssensor „motion“ registriert jede Bewegung bei den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen Problemlos.

 

 

 

 

 

Button - der Elements Taser. (Foto: moobilux.com)

Button – der Elements Taser. (Foto: moobilux.com)

Taster:
Der Taster (button) lässt sich mit verschiedenen Codes programmieren (z.B. zweimal kurz tippen „Alarm aus“, einmal kurz tippen „Alarm scharfstellen“ etc.) problemlos über die APP programmieren.

 

 

 

 

 

Window - der Elements Tür- & Festersensor. (Foto: moobilux.com)

Window – der Elements Tür- & Festersensor. (Foto: moobilux.com)

Tür- & Festersensor:
Der Tür- und Festersensor (door) funktioniert gut, bei schlecht schließenden Türen gibt es allerdings ab und an Fehlalarme was zu bestimmten Tageszeiten nicht elegant ist, vor allem das Ausstellen stellte uns jedes Mal wieder auf die Probe.

 

 

 

 

 

Überwachungskamera:
Zur WLAN-basierten Überwachungskamera konnten wir leider keinen ausführlichen Test durchführen da sich das Gerät während der Testlaufzeit trotz Aktualisierung der Firmware immer wieder komplett aufgehängt hat.

Fazit:
Bei der Gigaset Elements hat uns vor allem die leichte und schnelle Möglichkeit der Installation und Inbetriebnahme sehr gut gefallen. Ebenso gefiel uns die durch und durch verständliche Anleitung, die eine schnelle. fehlerfreie Installation möglich macht. Auch gefielen die vielen Kombinationsmöglichkeiten dieser Lösung.

Einen der Nachteile sehen wir jedoch, beim Verbrauch an Lithium-Batterien an stark frequentierten Stellen, da eine entsprechende Batterie vom Typ „CR123A“ mit knapp 2 Euro recht teuer ist. Zudem vermissen wir die Interoperabilität mit anderen Haus-Automationslösungs-Lösungen wie z. B. Zigbee oder Z-Wave basierten Geräte wie etwa der zuvor von moobilux.com getesteten Smart-Home-Lösung. Der größte Nachteil der Gigaset Elements ist jedoch, dass diese keinen Alarm geben kann, wenn die Stromversorgung ausgefallen oder gekappt worden ist. Zudem störte es, wenn die Alarmmeldungen sich nicht genau Verorten lies.

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