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Gadgets & Technik, Internet of Things (IOT), Tests

Test: Canary All-in-One Security Kamera

Test: Canary All-in-One Security Kamera Test: Canary All-in-One Security Kamera
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Neben Themen wie Drohnen oder Smart Home war auch das Thema Sicherheit eines der Schwerpunktthemen der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin. Moobilux wird Euch in der nächsten Zeit die verschiedenen Geräte zur Hausüberwachung hier vorstellen. Den Anfang macht die smarte IP-Kamera Canary aus New York, die im Juli 2013 als Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo gestartet war.

Der Hersteller bezeichnet das 300 € (UVP) teure Gerät als All-in-One Security Device, welches mit einer Full-HD-Kamera für Tag und Nachtsicht, Mikrofon, Bewegungsmelder und einer Sirene ausgestattet ist. Zusätzlich verfügt das Gerät noch über Sensoren zur Messung der Temperatur und Luftqualität, all das in einem Gehäuse.

Erster Eindruck
Was beim Auspacken der Kamera als Erstes auffällt, ist, dass das Gerät nicht aussieht wie eine herkömmliche Überwachungskamera, sondern vielmehr wie ein gelungenes modernes Designobjekt. Das Gerät an sich in seiner zylindrischen Form wirkt solide verarbeitet und wertig. Das wiederum ermöglicht es, dass sich Canary in das Wohnambiente der meisten Wohnungen nahtlos integrieren lässt. Zudem fällt auf, dass Apple scheinbar Pate für die Verpackung des Gerätes stand.

Canary ist 15,24 cm hoch und hat einen Durchmesser von 7,62 cm, was im Vergleich zu seinen Mitbewerbern recht groß ist, dennoch lässt sich das Gerät gut in ein Regal platzieren, ohne dort besonders aufzufallen.

Die Canary ist ein gelungenes Designobjekt. (Foto: moobilux.com/tc)

Die Canary ist ein gelungenes Designobjekt. (Foto: moobilux.com/tc)

Lieferumfang
Im Lieferumfang befinden sich neben dem zylindrischen Carany ein Netzteil, eine kurze Bedienungsanleitung, zwei Aufkleber sowie ein Klinkenstecker-Kabel.

Der Lieferumfang der Canary-Kamera. (Foto: moobilux.Com/tc)

Der Lieferumfang der Canary-Kamera. (Foto: moobilux.Com/tc)

Einrichtungen & Setup
Viele Wege führen nach Rom … Für die Einrichtung der Kamera stehen einem zwei Wege zur Auswahl. Erstens via Smartphone App (Android oder iOS) und zweitens per Klinkenstecker-Kabel. Wir haben uns für die Installation der Android App entschieden. Beim erstmaligen Öffnen der App wird man gefragt, ob man auf ein bestehendes Carany-Konto zugreifen oder ein neues Konto einrichten möchte. Nach der Kontoerstellung geht es dann ganz schnell. Man wird aufgefordert die Kamera an das Netz anzuschließen, dabei informiert einen die App über die Einrichtungsmöglichkeiten. Entweder über den RJ45-LAN-Port oder per Bluetooth und WLAN, hier leider nur im 2,4 GHz Band.

Funktionsumfang
Bei Canary handelt es sich in erster Linie um eine Überwachungskamera. Dieser Funktion wird das Gerät mit seiner integrierten Full-HD-Kamera und einem 147°-Weitwinkelobjektiv auch ohne Zweifel gerecht. Erst einmal in einer Ecke des Raumes aufgestellt, fängt das Objektiv große Teile des Raumes ein. Sobald es dunkel wird, schaltete das Gerät auf Infrarotbeleuchtung um, mit dieser Nachtsichtfunktion verliert das Bild zwar seine Farbe, aber auch im schwarz-weißen Nachtmodus ist das Bild noch immer sehr detailreich. Neben dem Bild liefert Canary wird auch einen Ton zum Bild, welche ohne Beanstandung vom integrierten Mikrofon aufgezeichnet wird.

Sensoren
Neben dem Bild und Ton liefert das Gerät dank seiner zahlreichen Sensoren auch noch weitere nützliche Informationen wie etwa zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftqualität. Diese erlaubt z.B. Push-Notification wenn die Luftqualität im Raum zu schlecht wird und es wieder mal an der Zeit ist zu lüften.

Apropos Sensoren, natürlich hat Canary auch einen Bewegungssensor, der Kamera und Mikrofon automatisch einschaltet und somit Bild und Ton aufzeichnet. Hat, das System den Einbrecher auf frischer Tat erwischt, kann es auch direkt eine Verbindung zur Polizei herstellen und die integrierte 90 dB laute Sirene einschalten. Was vermutlich den einen oder anderen Eindringling verschrecken dürfte. Laut ist die Sirene der Canary auf alle Fälle, sodass manch Rauchmelder noch etwas in Sachen Lautstärke lernen könnte.

Speicher
Zum Speichern der Bild- und Tondaten setzt Canary komplette auf die Cloud. Der Datenstream wird laut dem Hersteller von der ersten Sekunde an komplett mit AES 256 Bit verschlüsselt. Im ersten Monat wird dem Nutzer zudem kostenlos der Canary premium Cloudspeicher freigeschaltet, der nach den 30 Tagen ohne explizite Verlängerung automatisch abgeschaltet wird. Standardmäßig speichert Canary die Videodaten der letzten 12 Stunden im kostenlosen Model. Wer mehr will, muss 9,99 € pro Gerät und Monat zahlen, was in 12 Monaten knapp 120 € jährlich macht. Dafür bekommt der Nutzer dann einen 30-tägigen Videoverlauf inkl. einer Zeitleiste ohne Begrenzung des Datenvolumens geboten.

Kommunikationsfähigkeit
Den bisherigen guten Eindruck der Canary trügt die fehlende Kommunikationsfähigkeit des Kamerasystems ein wenig. Denn Canary ist sehr „schüchtern“, was sich im Fehlen der entsprechenden Schnittstellen zu anderen Lösungen hin bemerkbar macht. So lässt sich die Kamera z. B. nicht in vorhanden Systeme wie etwas ein Smart Home einbinden und kann somit immer nur eine Insellösung bieten.

Fazit
Das Canary-System macht insbesondere vom unauffälligen Design und der Verarbeitungsqualität her einen sehr guten Eindruck. Leider mangelt es dem System an der Kommunikationsfähigkeit mit 5 GHz WLAN und mit Lösungen anderer Anbieter, sodass das Canary-System eine Insellösung bleibt. Leider verfügt die Lösung nicht über einen integrierten Akku, sodass man Canary durch das Ziehen des Netzsteckers schnell außer Gefecht gesetzt werden kann. Für all die, für die eine 12-stündige Videoaufzeichnung ausreicht und die Speicherung in der (US-) Cloud kein Problem darstellt, kann Canary mit knapp 230,- Euro eine passende Lösung darstellen. Wer jedoch eine längere Videospeicherung wünscht, muss bei Canary die jährlichen Abogebühren, von derzeit 9,99 Euro monatlich beachten, was das System recht kostspielig machen dürfte.

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