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Mit dem Smartphone den Infarkt vorbeugen

Mit dem Smartphone den Infarkt vorbeugen Mit Beat2Phone können Nutzer ihr ECG-Signal erfassen. (Foto: Beat2Phone)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Forscher am VTT Technical Research Centre of Finland haben ein daumengroßes Gerät samt Begleit-App entwickelt, das ECG-Messungen erlaubt. So soll “Beat2Phone” Harzarrhythmien frühzeitig erkennen und unter anderem helfen, Hirninfarkten vorzubeugen. Geplant ist, dass das mit Patienten und Sportlern bereits eingehend getestete Gerät in etwa sechs Monaten in den Verkauf geht.

ECG für daheim
“Mit dem Gerät können Nutzer ihr ECG-Signal erfassen, wenn es zu Arrhythmien oder anderen Herzsymptomen kommt”, erklärt Timo Varpula Wissenschaftler der VTT. Via Cloud ist es möglich, diese Daten an behandelnde Ärzte zu übermitteln. Damit ist das Gerät beispielsweise auch für das postoperative Monitoring daheim geeignet, betont Varpula.

Beat2Phone kann dabei nicht nur Arrhythmien erkennen, sondern auch Zeichen von Überbelastung oder längerem Stress wie eine anhaltend hohe Herzschlagfrequenz. Beat2Phone ist dank flexiblem Gurt bequem am Körper zu tragen. Das Gerät und die zugehörige Android-App messen dazu ECG-Signale mit hoher zeitlicher Auflösung und erkennen einzelne Herzschläge sowie den Abstand dazwischen.

Der kleine Sensor ermöglicht auch ECG-Langzeitmessungen. (Foto:   Beat2Phone)

Der kleine Sensor ermöglicht auch ECG-Langzeitmessungen. (Foto: Beat2Phone)

Das System hat sich in Tests mit rund 30 Nutzern, von denen ein Teil das Gerät auch über Nacht getragen hat, bewährt. Die Probanden waren dabei teils Herzpatienten des Turku University Central Hospital. Doch auch Spitzensportler mit Herzproblemen haben Beat2Phone getestet und waren damit zufrieden.

Beruhigende Messung
Testpersonen mit harmlosen Herzschlag-Unregelmäßigkeiten geben an, dass das Gerät sie mit den Messungen beruhigt und somit ihr Leben besser macht. In der noch laufenden Studie hat das Gerät aber auch geholfen, ernstere Probleme wie Vorhofflimmern, Arrhytmie und Reizleistungsstörungen zu finden. Betroffene Patienten wurden genauer untersucht, nachdem sie Ärzten ihre Beat2Phone-ECGs gezeigt hatten.

Derzeit bemüht sich das Team hinter Beat2Phone um eine CE-Kennzeichnung für Europa sowie eine FDA-Zulassung für die USA. Es plant, in etwa einem halben Jahr mit dem Verkauf an Endkunden zu starten.

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