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Forscher entwickeln Drohnen Abfangjäger

Forscher entwickeln Drohnen Abfangjäger China nimmt Drohnen per Laser ins Visier (Bild: Wikipedia)
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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Die Abfangdrohne soll mögliche Bedrohungen sicher ausschalten (Foto: MTU)

Die Abfangdrohne soll mögliche Bedrohungen sicher ausschalten (Foto: MTU)

Forscher der Michigan Technological University haben eine Abfangjägerdrohne entwickelt, die bedrohliche autonome Fluggeräte mittels Netz unschädlich macht. “Das ist wie robotische Falkenjagd”, meint der Maschinenbauprofessor Mo Rastgaar. Aus seiner Sicht ist es ein Vorteil, dass verdächtige Drohnen eingefangen werden. Denn das verspricht Schutz vor Angriffen mit Mini-Fluggeräten beispielsweise bei Großereignissen wie der dieses Jahr anstehenden Fußball-EM.

Fangen statt Abschießen
Kompakte Flugdrohnen rücken als potenzielles Sicherheitsrisiko zunehmend ins Rampenlicht. 2013 hat die Piratenpartei in Dresden einen Auftritt von Angela Merkel per Drohne gestört, vor knapp einem Jahr ist auf dem Gelände des Weißen Hauses eine Drohne abgestürzt. Abschießen ist eine mögliche Lösung, die beispielsweise China per Laser-Geschütz verfolgt. “Eine Drohne will man nicht abschießen – sie könnte Sprengstoff enthalten und explodieren”, meint aber Rastgaar.

Im Prinzip ist das System ganz einfach. Auf der relativ großen Drohne ist ein Netzwerfer montiert, der etwa zwölf Meter Reichweite hat. Das verschossene Netz ist dabei per Seil am Fluggerät befestigt. Wenn also eine andere, verdächtige Drohne in geschützten Luftraum eindringt, muss die Abfangjägerdrohne nur nah genug heranfliegen und das Netz abfeuern. Dieses ist groß genug, um selbst eine sehr wendige Drohne zu erwischen. “Die wird dann richtig verwickelt”, so der Maschinenbauer. Es gibt also kein Entkommen, bis der Abfangjäger seine Beute an einem gewünschten Ziel ablädt.

Großes Anwendungspotenzial
Das System kann den Forschern zufolge autonom arbeiten oder von einem Piloten am Boden ferngesteuert werden. Auch eine Kombination ist möglich. Die Entwicklung ist in den USA zum Patent angemeldet und könnte verschiedenste Anwendungen haben. Neben dem Schutz von Veranstaltungen oder der Jagd auf Schmuggler-Drohnen könnte dazu auch die Durchsetzung von Regeln der US-Luftfahrtaufsicht FAA zählen. “Die hat jüngst bekannt gegeben, dass Drohnen registriert werden müssen. Wir glauben, dass der Jäger helfen könnte, das auch durchzusetzen, indem er unregistrierte Drohnen fängt”, erklärt Rastgaar.

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