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Mobilfunktarife: Wer die Wahl hat, hat die Qual – Teil 3/3

Mobilfunktarife: Wer die Wahl hat, hat die Qual – Teil 3/3
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Thomas Keup
tk

bunte-SIM-KartenWochende ist Shoppingzeit. Pünktlich zum Feierabend kommen Freitag-Nachmittag die Mobilfunkanbieter mit den neuen Schnäppchen um die Ecke. Bis Sonntag-Abend geht es dann Schlag auf Schlag – liefern sich Onlinevermittler wie Getmobile, Handybude, Logitel, Mobilebomber und Sparhandy ein Wettrennen um die meisten Neukunden. So geht es jede Woche – promotet durch Schnäppchenportale wie Dealdoctor, Mydealz und Schnäppchenfuchs. Wer die besten Tarife bietet – Thomas Keup weiß es.

Das Kleingedruckte lesen.

Aktionstarife im Internet haben oft eine geringere Datenrate (meist 7,2 Mbit/sek.) und sind nicht immer für LTE freigeschaltet (Base/E-Plus, Debitel/Telekom + Telefonica auch mit LTE, Vodafone nur manchmal). In Großstädten und Ballungsräumen spielt dies keine große Rolle. In ländlichen Regionen bieten sich Tarife im Telekom- und Vodafone-Netz an. Wer mehr Datenvolumen als in den All-Net-Tarifen braucht (meist 200-500 MB inkl.) kann All-Net-Karte und Datenkarte per Mobile Hotspot (Mifi) kombinieren. Es gibt auch Verträge im Telekom- und Vodafone-Netz, die diese Kombination anbieten.

Blick hinter die Kulissen.

Schnäppchentarife werden von den Mobilfunkern gern zum Quartalsende geschaltet, um die Bilanz für Ihre Aktionäre aufzuhübschen. Dazu gibt es Aktionen im Frühjahr (Februar-April), Sommerferien (Juni/Juli), Herbst (September/Oktober) sowie vor und nach dem Weihnachtsgeschäft (November und Dezember/Jahreswechsel). Trotz Smartphone oder Bargeld sind die Aktionstarife für die Mobilfunker unterm Strich ein Gewinn. Die Onlinehändler setzen meist ihre Vertragsprämie als Subvention ein, erhalten für erfolgreiche Aktionen Rückvergütungen, von denen sie leben.

Tip: Suche, suche, suche.

Aktionstarife sind meist eine gute Möglichkeit, an einen günstigen Vertrag zu kommen. Unabhängig davon sind Discountmarken am Preiswertesten – meist jedoch nur Prepaid-Veträge ohne Handy, gefolgt von Angeboten der virtuellen Netzbetreiber via Supermarkt und Internet und den Serviceprovidern. Netzbetreibertarife lohnen sich nur bei Kampagnen via Internet, in Verbindung mit Handy oder Rabatt/en für bestimmte Kunden. Es gibt immer wieder günstige Schnäppchen, deshalb sollte man rechtzeitig vor Ende der Laufzeit seines Altvertrags anfangen zu suchen.

Meist geht alles in Ordnung.

Mit Aktionsverträgen von Base, Telefonica und Vodafone gibt es keine Probleme. Aktionstarife können auch mit Netzbetreiberrabatten kombiniert werden. Schließt man einen Vertrag mit einem Serviceprovider ab, sollte man genau hinschauen: Beliebte Kostenfallen sind Papierrechnung per Post, kostenpflichtiger Komfort-Einzelverbindungsnachweis, automatisch aktivierte Optionen – wie Online-Anti-Viren-Schutz, Online-Cloud-Speicher und Musik-Streaming-Dienste – sowie nicht zurückgeschickte SIM-Karten. Mobilcom-Debitel scheint gelernt zu haben, bei Drillisch, Tochter Eteleon und ihren Marken bin ich persönlich vorsichtig.

Mein persönliches Fazit:

Als Schnäppchenjäger nutze ich subventionierte Datenkarten von Base, Mobilcom-Debitel, Otelo und Vodafone – u. a. in einem Mobile Hotspot auf meinem Schreibtisch und in meinem Auto. Mit den Vermittlern Logitel und Sparhandy habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die Auszahlungen kommen pünktlich, versprochene Online-Rabatte werden von den Mobilfunkanbietern korrekt berücksichtigt. Wer ins Vodafone-Netz wechseln will, findet bei Logitel und Sparhandy immer wieder interessante Tarife. Wer zur Telekom möchte, sollte sich bei Mobilcom-Debitel – auch bei Media Markt und Saturn – sowie Crash-Tarife.de umschauen.

Vorsicht vor “O PLUS”

Bei E-Plus und Telefonica bin ich in den kommenden 2 Jahren vorsichtig. Beide Anbieter haben in den letzten Monaten ihren Kundendienst massiv zusammengestrichen. Telefonica fährt seit Jahren einen “Null-Kullanz”-Kurs – auch gegen Geschäftskunden mit hohen Rechnungen und gegen Shopbetreiber mit guten Kunden. Beide Anbieter haben Call-Center geschlossen, verkauft, verkleinert und umstrukturiert. In den nächsten Jahren werden sie ihre Organisation, ihre Netze, die dahinter stehende Technik, die Abrechnungssysteme und die gesamte IT zusammenlegen. Dies könnte chaotisch und für Kunden mit vielen Tränen verbunden sein.

Wie sich echte und virtuelle Mobilefunkanbieter unterscheiden, welche Unterschiede es in der Abrechnung von Tarifen gibt und wo es die günstigsten Startersets gibt – lesen Sie Teil 1 von “Wer die Wahl hat, hat die Qual”.

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