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Konkurrenz aus Japan für Google-Glass

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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Westunitis Datenbrille "Inforod" wiegt wenig, als Google-Glass. (Foto: Westunitis.co.jp)

Westunitis Datenbrille “Inforod” wiegt wenig, als Google-Glass. (Foto: Westunitis.co.jp)

Der jüngste Konkurrent für Googles Datenbrille Glass stammt aus Japan. Dort hat das Software-Unternehmen Westunitis mit dem “Inforod” ein Android-basiertes Modell vorgestellt, das selbst mit Akku nur 48 Gramm wiegt und einen Batterietausch im Betrieb erlaubt. Das wasserfeste Gerät sticht zudem Google Glass in Sachen Videoaufnahmen aus. Denn mit dem Inforod sind FullHD-Aufnahmen möglich, wie Nikkei Tech-on berichtet. Der Verkauf soll noch im Frühsommer beginnen, doch zielt Westunitis zunächst auf Unternehmensanwendungen ab.

Leistungsfähiges Leichtgewicht
Die Inforod samt Akku ist sogar zwei Gramm leichter als Google-Glass und bietet doch einiges an Leistung. Die verbaute Kamera hat mit zwei Megapixel zwar eine geringere Auflösung als bei der Google-Brille. Doch während Letztere nur 720p-Videos schafft, verspricht das Inforod 30 Bilder pro Sekunde bei 1.920 mal 1.080 Pixel Auflösung. Der Akku soll auch bei extremer Belastung, beispielsweise durch laufende HD-Videoaufnahme mit Streaming an ein externes Gerät, immerhin eine Stunde halten. Dank eines eingebauten Kondensators haben Nutzer sogar die Möglichkeit, im Betrieb den Akku zu wechseln, wofür ca. drei Minuten Zeit bleiben.

Eine Datenübertragung ist per Bluetooth 4.0 oder WLAN (WiFi 802.11 b/g/n) möglich. Die Bedienung erfolgt per Sprache oder über ein Touchpad. Zudem sind ein Dreiachsen-Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop und ein geomagnetischer Sensor eingebaut. Das Display des Inforod kann dank beweglichem Gelenk individuell eingestellt werden, bietet mit 400 mal 240 Pixeln allerdings eine etwas geringere Auflösung als Google-Glass. Mit Android 4.2.2 kommt zudem eine etwas ältere Version des mobilen Betriebssystems zum Einsatz.

Fokus auf Unternehmen
Das Inforod ist der neueste einer wachsenden Zahl an Google-Glass-Herausforderern. Im Gegensatz zur mit Privatsphäre statt Kamera um Consumer buhlenden AR-Brille “SeeThru” setzt man bei Westunitis auf Unternehmensanwendungen. Beispielsweise sollen Arbeiter in Fabriken oder bei Wartungsaufgaben damit Verfahrenshandbücher lesen können. In diesem Jahr will man 5.000 Stück, 2015 dann doppelt so viel, ausliefern. Beim Preis liegt das Inforod mit 150.000 Yen (ca. 1.0584,- Euro) etwa gleichauf mit Google-Glass, denn das sind umgerechnet knapp 1.500 US-Dollar (ca. 1.086,- Euro)

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