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DropTag sollen schadhafte Pakete entlarven

DropTag sollen schadhafte Pakete entlarven DropTag: Weiß genau, wie es dem Paket geht (Foto: Cambridge Consultants)
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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Geht es nach dem Technologieunternehmen Cambridge Consultants, werden Paketempfänger in Zukunft auch ohne Auspacken bei der Übernahme gut abschätzen können, ob denn der Inhalt wirklich noch heil sein mag. Möglich macht dies das “DropTag”, ein Sensorsystem, das genau verfolgt, ob das Paket unsanft behandelt oder gar fallen gelassen wurde. Mit einer passenden App sind diese Informationen leicht abrufbar. Die Entwicklung soll so Online-Shoppern das Leben erleichtern, sich aber auch als nützlich für Lieferunternehmen und Produkthersteller erweisen.

Daten statt raten
Wer regelmäßig Waren im Internet bestellt, kennt das Problem: Ein Zusteller steht mit Paket vor der Tür und will möglichst schnell weiter. Die Schachtel sieht eigentlich heil aus, entsprechend fällt die eigene Reaktion aus. “Wir haben wahrscheinlich alle schon an der Tür den Empfang einer Sendung bestätigt, ohne uns die Zeit zu nehmen, die Waren auszupacken und zu prüfen, ob der Inhalt in gutem Zustand ist”, so Tom Lawrie-Fussey, Business Development Manager bei Cambridge Consultants. Dieses Problem soll DropTag dadurch minimieren, indem zumindest klar ist, ob die Sendung unterwegs pfleglich behandelt wurde.

DropTag umfasst eine Sensorplattform, die misst, wenn ein Paket beispielsweise stark geschüttelt oder gar fallen gelassen wird. Per Bluetooth-Verbindung können Daten an ein Smartphone und somit die zugehörige App übermittelt werden, was dann nötigenfalls Warnungen anzeigt. Das Unternehmen will die Lösung noch weiterentwickeln, sodass beispielsweise genau aufgezeichnet wird, wann und wo genau es kritische Situationen gab. Zudem prüft man den Einbau weiterer Sensoren wie beispielsweise Thermometer für Kühltransporte in der Pharmazie oder Lebensmittelindustrie.

Interessenten gesucht
Ein DogTag sollte Lawrie-Fussey letztlich Materialkosten von unter zwei Dollar haben, mit einer Knopfzelle wochenlang laufen und vermutlich wiederverwendbar sein. Damit und dank Bluetooth-Konnektivität verspricht die Entwicklung nicht nur für Paketempfänger Vorteile. So könnte ein aufwendiger manueller Scan von Paketen in Logistikzentren entfallen, wenn Pakete dank DogTag einfach beim Passieren automatisierter Schranken registriert werden. In Verbindung mit eine GPS-fähigen Handset wäre es auch möglich, den Standort von Sendungen wirklich in Echtzeit zu verfolgen.

Abzuwarten bleibt, ob Cambridge Consultants als Spezialist für Technologieentwicklung auch Industriepartner finden wird, die an einer kommerziellen Umsetzung und Nutzung des DropTags interessiert sind. Potenzielle Interessenten können sich im April im Rahmen der Hannover Messe ein Bild von der Lösung machen.

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