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USA: Breite Front gegen unsinnige Patente

USA: Breite Front gegen unsinnige Patente
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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

In den USA haben im Rahmen eines Gerichtsverfahrens eine Reihe großer IT-Unternehmen gemeinsam Stellung gegen unsinnige Patente bezogen. Die Gruppe, der unter anderem Google, Facebook und Dell angehören, hat sich als Drittpartei bei einem Bundesberufungsgericht zu Wort gemeldet, das einen Rechtsstreit zwischen den Finanzunternehmen CLS Bank und Alice Corp. behandelt.

Die Gruppe kritisiert, dass Patente oft nur abstrakte Ideen beschreiben und mit Formulierungen wie “auf einem Computer” oder “im Internet” verbinden. Solche Trivialansprüche ohne konkrete Umsetzung seien nicht schützenswert, so die Unternehmen.

Das U.S. Patent and Trademark Office (USPTO) hat das Patent 7.479.949 für vorläufig ungültig erklärt.

Die Eingabe kommt praktisch gleichzeitig mit einer vorläufigen Entscheidung des US-Patentamtes (USPTO), ein umstrittenes Apple-Patent im Bereich Multitouch-Technologie für ungültig zu erklären. Das amerikanische Patentdickicht könnte sich allgemein etwas lichten.

Front gegen Trivial-Patente
Stein des Anstoßes für die Industriegruppe, die auch Zynga, Intuit, Homeaway, Rackspace und Red Hat umfasst, ist ein in erster Instanz bestätigtes Patent der Alice Corp, das ein Konzept für den computerisierten Abschluss von Finanztransaktionen beschreibt – also nur eine abstrakte Idee. Ein Patentschutz für solche Ansprüche würde Innovationen beeinträchtigen und nicht fördern, so die Unternehmen. Denn die eigentliche Innovations-Arbeit steckt der Argumentation zufolge erst in einer konkreten Umsetzung. Abstrakte Trivial-Patente bezeichnet die Eingabe dagegen als Plage für die Hightech-Industrie.

Teilerfolg Steve-Jobs-Patent
Ein Teilerfolg für Gegner breit gefasster Patente ist indes die USPTO-Entscheidung, ein als “Steve-Jobs-Patent” bekanntes Apple-Patent im Bereich Multitouch-Geräte aufzuheben. Auch darin haben Kritiker ein Patent gesehen, dass ein Monopol auf die Lösung eines Problems anstrebt, statt eine konkrete Lösung zu schützen. Zwar hat der Konzern nun zwei Monate Zeit, auf die vorläufige Entscheidung zu reagieren. Bleibt diese aufrecht, könnte das größere Konsequenzen haben. Immerhin hat Apple das fragliche US-Patent Nummer 7.479.949 in diversen Rechtsstreits gegen die Smartphone-Konkurrenten Samsung, Motorola und HTC ins Treffen geführt.

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