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Mozilla: Definitiv kein Browser fürs iPhone

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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

iPhone: Keine Chance für echten Firefox (Foto: Apple)

iPhone: Keine Chance für echten Firefox (Foto: Apple)

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat Microsoft den lange erwarteten Startschuss ins Windows-Phone-7-Zeitalter gegeben. Ab 21. Oktober 2010 werden diverse Smartphones mit dem neuen Betriebssystem auf dem Markt erhältlich sein, teilte das Unternehmen heute mit. Für den Start konnten rund 60 Mobilfunkanbieter in 30 Ländern sowie namhafte Geräte-Hersteller wie HTC, Samsung und LG gewonnen werden.

Es wird keinen Firefox-Browser für das iPhone geben. Das hat nun der Produktmanager Ragavan Srinivasan im offiziellen Mozilla-Blog festgehalten. Dem stehen “technische und logistische Einschränkungen” im Wege. Stattdessen konzentrieren sich die Entwickler ganz auf das im Frühjahr vorgestellte Synchronisierungstool “Firefox Home” . Dieses soll aber nicht nur auf dem iPhone mehr Funktionalität bekommen, sondern in Zukunft auch Symbian- und BlackBerry-Handys erobern.

Kernfeatures trotz Apple-Diktatur
Nutzer fragen oft nach mehr Browser-Funktionalität für Firefox Home, so Srinivasan. Doch das ist nicht machbar. Eine Mozilla-Sprecherin verweist gegenüber moobilux auf Apples SDK- und App-Store-Richtlinien. “Wir fassen diese so auf, dass ein “vollwertiger” Browser wie Firefox mit eingenem Rendering- und JavaScript-Engines verboten wäre”, heißt es konkret. Zwar hat Opera geschafft, seinen “Mini” auf das iPhone zu bringen. Dass das gelungen ist, schreibt Mozilla aber der speziellen Architektur mit Serverseitiger Kompression zu.

Apples App-Ökosystem hat also wenig mit Idealen der Offenheit zu tun, für die das Mozilla-Projekt steht. Hätte einst Microsoft auf dem Desktop Fremd-Browser ebenso diktatorisch verbieten dürfen wie heute die strengen Wächter in Cupertino, gäbe es heute wohl keinen Firefox. Dass Mozilla dennoch die Arbeit an der iPhone-App vertieft, ist leicht erklärt. “Wir wollen möglichst auf jeder Plattform ein Firefox-Nutzererlebnis bieten. Wenn es dabei gröbere Einschränkungen gibt, sollen Apps wie “Home” wenigsten Kernelemente bereitstellen”, so die Mozilla-Sprecherin.

In diesem Bereich will Mozilla in Zukunft auch nach legen. Geplant sind beispielsweise eine Passwort-Synchronisation zwischen App und Desktop-Browser, die Übernahme von Suchmaschinen-Präferenzen und die Umsetzung von Tab-Gruppen für die iPhone-App. Firefox Home soll zudem besser für iOS 4 optimiert werden und in Zukunft einen direkten Zugriff auf Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke bieten.

Des weiteren plant Mozilla, die Home-App für andere Plattformen ohne echten Firefox-Browser umzusetzen. Neben Versionen für Symbian- und Blackberry-Smartphones will man sich auch die Möglichkeit einer iPad-App ansehen, so Srinivasan. Einen vollwertigen Firefox dagegen wird Android bekommen. Seit Ende August gibt es eine Alpha-Version von Fennec 2.0 für Android. Den Projektzeitplänen zufolge soll eine Endversion möglichst noch vor Jahresende erscheinen.

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