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Media-Hype: Mobile lässt Internet stehen

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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Das rasante Wachstum des Medienmarktes vollzieht sich in Zukunft hauptsächlich auf einem Weg: mobil. Der Mobile-Media-Bereich wird sogar die weltweiten Wachstumsraten des Internets hinter sich lassen, wie die Marktforscher von Nielsen Wire und der Cambridge Group zeigen.

Smartphones: Emerging Markets bringen Mobile Media auf Touren (Foto: pixelio.de, Harald Wanetschka)

Smartphones: Emerging Markets bringen Mobile Media auf Touren (Foto: pixelio.de, Harald Wanetschka)

Besonders die Schwellenländer treiben dabei die Nachfrage nach Kommunikation via Handys und Smartphones. Mobile Medien werden das Web überholen und in den kommenden Jahren schneller wachsen als alle anderen traditionellen Medienplattformen, so die Vorhersage.

Zwar bleibt auch das klassische Internet weiterhin im Aufwärtstrend, prognostizieren die Experten – allerdings auf einem vergleichsweise langsameren Level. Bis 2015 flacht die Nachfrage nach Informationen aus dem Web ab, während der Mobile-Media-Bereich Fahrt aufnimmt. Gerade in den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China verzeichnet das mobile Segment dann Wachstumsraten um sieben Prozent. So entwickeln sich die Emerging Markets etwa richtiggehend zur App-Goldgrube. In den gesättigten Märkten der Industriestaaten legt der Mobilbereich immerhin noch um zwei Prozent zu.

Der Grund für die bevorstehende Neuordnung der Verhältnisse auf dem Medienmarkt liegt den Marktforschern zufolge in der Wirtschaftskraft der Verbraucher in jenen Ländern. So sind mobile Geräte und Dienste schon bei vergleichsweise niedrigen Haushaltseinkommen leistbar. Eine Internetverteilung von 50 Prozent in bestimmten Regionen erfordert etwa ein Pro-Kopf-BIP von rund 20.000 US-Dollar. In vielen Ländern übersteigt die mobile Marktpenetration die 50-Prozent-Marke hingegen schon ab einem BIP von nur 5.000 Dollar deutlich.

Innerhalb von fünf bis zehn Jahren werden laut Prognose selbst in sehr armen Ländern auf 100 Einwohner rund 140 Mobiltelefone kommen. Mit den verfügbaren Einkommen steigt das Verhältnis noch weiter. Dahingehend wird sich die Kluft zwischen reichen und armen Staaten weitgehend schließen, meinen die Experten. Die mobile Kommunikation wird in den Schwellenländern zudem ihrerseits zu weiterem wirtschaftlichem Wachstum beitragen. Die Medienindustrie und ihre Plattformen stehen aber vor einer umfassenden Neustrukturierung.

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