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Blackberry Torch kein Konkurrent für iPhone und Co

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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Blackberry Torch: Slider-Handy mit Touchscreen (Foto: rim)

Blackberry Torch: Slider-Handy mit Touchscreen (Foto: RIM)

Mit dem gestern, vorgestellten versucht Research in Motion (RIM) erneut einen Befreiungsschlag, um im hart umkämpften Business-Segment nicht unter die Räder zu kommen. Während das Unternehmen vom wichtigsten Gerät in seiner Geschichte spricht, bleiben Marktbeobachter aber skeptisch.

“Der Blackberry Torch hilft zwar bei der Schadensbegrenzung. Neue Nutzer wird das Gerät aber kaum von der iPhone- oder Android-Plattform abziehen können”, meint Analystin Carolina Milanesi im Gespräch mit moobilux. Ähnlich bewertet auch Ovum-Analyst Tony Cripps das neue Aushängeschild: “Mit dem Torch und dem neuen Betriebssystem entwickelt RIM die eigene Geschäftsstrategie weiter. Bahnbrechend sind die Neuerungen aber nicht ausgefallen.”

Anders als beim wenig erfolgreichen Blackberry Storm setzt RIM beim neuen Flaggschiff auf eine Kombination aus Touchscreen und physischem Keyboard. Ebenfalls mit an Board ist das neue Blackberry-Betriebssystem 6 OS. Es ist mit früheren Applikationen kompatibel, bietet aber ein verbessertes Surferlebnis zu früheren Blackberry-Geräten. Das Gerät wird am 12. August 2010 in den USA auf den Markt kommen. Der europäische Marktstart steht noch nicht fest.

Storm als strategischer Fehler
“Beim Storm hat RIM den Fehler begangen, auf seine traditionelle Stärke der Texteingabe zu verzichten”, meint IDC-Analyst John Delaney. “Die Entscheidung, einen Touchscreen mit einem physischen Keyboard zu kombinieren, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung”, so Delaney. Ungeachtet der Popularität von reinen Touch-Smartphones sei die physische Texteingabe für viele Nutzer immer noch ein wichtiges Kaufargument.

Ob sich RIM im Business-Segment langfristig gegenüber der starken Android- und iPhone-Konkurrenz behaupten kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier. Denn die Grenzen zwischen Business- und Privatkundensegment verlaufen längst fließend. “Um im Markt wieder zuzulegen, müsste RIM noch mehr in Richtung Consumer-Gerät gehen. Denn auch Business-Anwender wollen auf einem langen Flug oder einer Geschäftsreise zur Ablenkung Musik hören und Social-Media-Applikationen nutzen”, meint Gartner-Analystin Milanesi.

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