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Zahlwillig: User zücken vermehrt Online-Brieftasche

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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Die Bereitschaft der User, für spezifischen Online- oder Mobile-Content zu zahlen, steigt.

Geld für mobilen Content: Fast jeder Zweite will dafür zahlen (Foto: pixelio.de, Harald Wanetschka)

Geld für mobilen Content: Fast jeder Zweite will dafür zahlen (Foto: pixelio.de, Harald Wanetschka)

Laut der Studie “Consumers and Convergence IV” der sind rund 43 Prozent der Befragten bereit, für Online- oder Mobile-Content Geld auszugeben. Diese Tendenz ist vor allem bei Usern aus den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) bemerkbar (57 Prozent), während die Konsumenten in den G7-Staaten eine eher niedrige Zahlungsbereitschaft angeben (22 Prozent).

Das hat systemische Gründe, wie Peter Ertl, Geschäftsführer von KPMG Austria erklärt: “Bei uns finanziert die Werbung die Serviceleistung einer Internetseite, aber auch das wird sich künftig ändern. Das Mobiltelefon wird die Vertriebsquelle Nummer 1 werden, viele Großketten stellen deshalb bereits ihre Systeme um.” Hier könne sich der KPMG-Chef auch durchaus vorstellen, dass in Zukunft nicht nur die Werbeträger, sondern auch der Kunde für die Serviceleistungen bezahlt.

Nutzen und Gefahren

Der Trend, über das Mobiltelefon Zahlungstransaktionen durchzuführen, ist vor allem bei jüngeren Usern aus Ostasien und Südosteuropa beliebt. Bei dieser Zahlungsmethode hat Ertl aber noch Sicherheitsbedenken: “Die Konsumenten haben Angst, durch ihre Transaktionen zum gläsernen Menschen zu werden. Die Lieferanten befürchten hingegen Scheinkäufe, unsichere Kreditkarten und Betrug.” Deshalb sind laut Ertl bei Kreditkartenzahlungen über das Mobiltelefon noch starke Prozessumstellungen nötig.

Bei der Herausgabe von privaten Daten wie Profilinformationen oder Nutzungsdaten sind laut Studie acht von zehn Usern nach wie vor skeptisch und besorgt. Auf der anderen Seite zeigen sechs von zehn Konsumenten eine höhere Bereitschaft als noch 2008, diese Daten für entsprechende Gegenleistungen herauszugeben.

Die KPMG-Studie steht als Consumers-Convergence-IV-july-2010.pdf zum Download zur Verfügung.

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