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Motorolas Droid ist teurer Hoffnungsträger

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Thorsten Claus
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Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Motorolas Droid ist teurer Hoffnungsträger

Droid - Teile teurer als beim iPhone (Foto: Motorola)

Motorolas Smartphone-Hoffnungsträger Droid sticht Konkurrenten wie das Nexus One oder das iPhone 3GS aus – zumindest, was den Wert der Hardware-Einzelteile betrifft. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat das Gerät zerlegt und dabei Komponentenkosten von 179,11 US-Dollar ermittelt. Die Teile von Nexus One und iPhone 3GS dagegen kosten laut iSuppli 174,15 respektive 172,46 US-Dollar.

“Motorola hat all seine Hoffnungen in einen kleinen Droid gesetzt”, meint Andrew Rassweiler, Analyst von iSuppli. Das Gerät sei für das Unternehmen von kritischer Bedeutung, da seit dem im Jahr 2004 gestarteten RAZR große Erfolge ausblieben. Laut iSuppli setzt das Droid im Erfolgskampf auf viele Hardware-Features, die von anderen “iPhone-Killern” bekannt sind – obwohl das nicht unbedingt ziel-führend ist.

Funktionieren wichtiger als Features
Das Droid setzt unter anderem auf eine Slider-Tastatur, eine Fünf-Megapixel-Kamera, einen austauschbaren Akku sowie erweiterbaren Speicher. “Mit der Berücksichtigung all dieser Features versucht Motorola aufzugreifen, was es als Mängel am iPhone erachtet”, meint Rassweiler. Allerdings stellt er in Frage, ob umfangreiche Hardware wirklich der Schlüssel zum Erfolg ist. Dafür werde eher Googles Android-Software ausschlaggebend sein.

“Die wahre Lektion beim iPhone ist, wie gut beim Gerät alles zusammen kommt und es funktioniert, nicht, wie viele Features es hat”, betont der Analyst. Gerade, was die Nutzbarkeit betrifft, musste das Droid aber erst vergangene Woche eine empfindliche Test-Niederlage einstecken. Bei einem Vergleich der Genauigkeit der Touch-Bedienung haben iPhone und Nexus One das Motorola-Gerät klar geschlagen.

Komponenten-Überraschungen
Bei der Hardware hat das Droid das iSuppli-Team jedenfalls überrascht. Die genutzte Kamera-Autofokus-Technologie sei den Analysten bisher nicht untergekommen. Sie vermuten, dass die Lösung auf wärmegesteuerte Bimetallstreifen anstelle der üblichen Schwingspulen setzt. Interessant seien auch zwei Silizium-Mikrofone, die wohl der Rauschunterdrückung dienen. Einen zugehörigen Audio-Codec habe man allerdings nicht gefunden.

Inklusive Fertigung dürfte das Droid Motorola demnach 187,75 US-Dollar kosten. Die teuerste Einzelkomponente ist dabei die mit dem Gerät gelieferte microSD-Speicherkarte, die von iSuppli mit 35 Dollar veranschlagt wird. Damit wären die 16 Gigabyte auswechselbarer Flash-Speicher um fast die Hälfte teuerer als das beim iPhone fest verbaute, gleich große Speichermodul.

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