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Mobiles Breitband nähert sich einem Gigabit pro Sekunde

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Thorsten Claus
tc

Thorsten Claus ist Gründer und Chefredakteur von “moobilux | Connected Mobile” mit mehr als 16 Jahren Berufserfahrung. Der langjährige Journalist beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um die mobile Telekommunikation. Als Experte veröffentlichte er in den vergangenen Jahren u. a. Fachbeiträge in “VoIP Compendium”, “Voice Compass” und “t3n”. Als Experte berichtete er in “Deutschland-Radio Wissen”, “Finacial Times Deutschland” und bei “n-tv” über die neuen Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche. Thorsten Claus ist Mitgründer der Pitch-TV-Eventserie „pitchfreunde // Show Your Mobile“ welches sich speziell an Startups mit Fokus Mobile & e-Mobility richtet.

Nokiasiemensnetworks.com hat heute, Montag, bekannt gegeben, dass in Deutschland eine Demonstration einer neuartigen Mobilfunk-Technologie erfolgreich abgeschlossen wurde. Sie dient dazu, auch für Schwachstellen in der Abdeckung eines Mobilfunknetzes hohe Datenraten sicherzustellen.

Teamphoto

Das Team hinter der Technologie-Demonstration (Foto: Nokia Siemens Networks)

Zum Einsatz kommen soll sie bei “LTE-Advanced”, der nächsten Ausbaustufe von Mobilfunknetzen nach der UMTS-Weiterentwicklung LTE (Long Term Evolution). Damit steht auch ultraschnelles mobiles Breitband in Aussicht. “LTE-Advanced zielt auf Endanwender-Datenraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ab”, meint Nokia-Siemens-Networks-Sprecher Bareld Meijering.

Mehr als dreimal so schnell wie normales LTE mit etwa 300 Megabit pro Sekunde soll LTE-Advanced werden, doch das ist nicht der einzige Vorteil. Die neue Technologie ist dazu gedacht, die Qualität und Konsistenz von Verbindungen in Problembereichen der Netzabdeckung zu verbessern. Dazu zählen beispielsweise Randbereiche der Netzabdeckung, wo Datenraten bislang deutlich abnehmen. “Verbesserte Datenraten in Randbereichen und für User in Innenräumen zu demonstrieren, ist ein wichtiger Meilenstein für Abdeckungs-Szenarien”, betont Stephan Scholz, Nokia Siemens Networks CTO. Geeignete Relay-Stationen versprechen, das deutlich günstiger zu verwirklichen, als es durch den Bau zusätzlicher Mobilfunkbasisstationen möglich wäre.

Die Relay-Stationen für LTE-Advanced erfordern keine externe Backhaul-Verbindung, sondern nutzen die Ressourcen der Basisstation, um mit dieser zu verbinden. Für Endgeräte wirken die Relay-Stationen dann praktisch wie eine Basisstation und können eine bessere und schnellere Verbindung bereitstellen, als ein Anwender bei direktem Verbinden zu einem weit entfernten Sender bekommen würde. Dadurch verspricht LTE-Advanced hohe Datenraten im gesamten Netzabdeckungsbereich – das volle Gigabit pro Sekunde Datenrate dürfte aber immer noch optimale Bedingungen erfordern. Ein weiterer Beitrag zur Servicequalität wird sich daraus ergeben, dass bis zu drei Basisstationen gleichzeitig ein Endgerät bedienen können, so Meijering.

LTE-Advanced ist als Ausbaustufe für LTE-Netzwerke gedacht. Nokia Siemens Networks vertreibt nach eigenen Angaben seit September dieses Jahres LTE-kompatible Hardware für Mobilfunkbasisstationen. Während also die ersten LTE-Netze absehbar werden, wird es bis zur praktischen Umsetzung des Gigabit-Mobilfunks bis ins nächste Jahrzehnt dauern. Die Spezifikation für LTE-Advanced dürfte vom 3rd Generation Partnership Project (3GPP) etwa im ersten Quartal 2011 finalisiert werden, so Meijering. Es sei also noch zu früh für Umsetzungs-Zeitpläne.

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